PV-Produktion Aleo Solar will Zellfertigung in Deutschland aufbauen

Das Firmengebäude der aleo solar GmbH in Prenzlau
Das Firmengebäude der aleo solar GmbH in Prenzlau

Die PV-Fertigung in Deutschland ist ein Auslaufmodel. Wirklich? Die aleo solar GmbH baut in Prenzlau eine neue Solarzellenfertigung mit 100 Arbeitsplätzen und wird im ersten Produktionsjahr 200 MW poly- und monokristalline Solarzellen herstellen.

Errichtet und betrieben wird die Zellfertigung durch die 100-prozentige Tochter aleo Sunrise GmbH. Der aleo-Mutterkonzern SAS (Sino American Silicon Products Inc.) mit Sitz im taiwanesischen Hsinchu besitzt langjährige Erfahrung bei der Produktion von Wafern und Solarzellen. Das 1981 gegründete Unternehmen will die Fertigungskapazität nicht nur in Taiwan, sondern auch in Deutschland ausbauen und unterstützt den Aufbau der Zellfertigung in Deutschland mit rund 15 Millionen Euro. »Wir profitieren von dem langjährigen Engagement der SAS-Gruppe für die Erneuerbaren Energien«, sagt William Chen, Geschäftsführer der aleo Sunrise GmbH, der bei aleo solar weiterhin als CSO für Vertrieb, Marketing und Einkauf verantwortlich ist.

»aleo solar wird durch die Zellfertigung in Deutschland noch flexibler und platziert sich mit einem größeren Anteil an der Wertschöpfungskette selbstbewusst am Markt«, sagt Günter Schulze, Geschäftsführer der aleo solar GmbH. »Mit Zellen und Modulen made in Germany machen wir uns unabhängig von Anti-Dumpingzöllen und kostentreibenden Wechselkursen. Durch die Integration eines weiteren Produktionsschritts an unserem deutschen Standort können unsere Ingenieure die Zell- und Modultechnologie noch besser aufeinander abstimmen«, erklärt Schulze. »Damit sichert aleo die Qualität und Effizienz der Produktion made in Germany.«

Die aleo solar GmbH beschäftigt 330 Mitarbeiter und verfügt seit 2001 über Know-how in der Modulproduktion. Seit 2014 gehört zum taiwanesischen Waferhersteller SAS (Sino American Silicon Products Inc.)