350-W-Brennstoffzellensystem für Serviceroboter

Mobile Serviceroboter sind ein Zukunftsmarkt, seien es autonome Staubsaugerroboter, Haushaltshilfen oder Rasenmäher. Auch in medizinischen und sicherheitstechnischen Bereichen könnten sie Einzug halten. Allerdings benötigen sie viel Energie.

Leistungsfähige portable Stromversorgungssysteme im Bereich von einigen hundert Watt sind für die Entwicklung der Servicerobotik unabdingbar. Heutige Akkutechnologien können den Strombedarf solcher Anwendungen nicht zufrieden stellend decken. Eine neue Lösung stellen zwei Fraunhofer-Institute vor: Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE entwickelte ein mit Wasserstoff betriebenes Brennstoffzellensystem mit 350 W für eine Robotik-Plattform, welche das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS konzipiert hat. Der energieeffiziente Betrieb sowie ein optimiertes Wärmemanagement standen dabei im Mittelpunkt.
Netzunabhängige Stromversorgungen mit langer Betriebsdauer sind nicht nur für die Servicerobotik, sondern auch für Telekommunikationsanlagen, Signalanlagen, Messstationen sowie elektrisch angetriebene Kleinfahrzeuge gefragt. Das Fraunhofer ISE entwickelt kompakte und automatisierte Brennstoffzellensysteme mit Leistungen zwischen 10 W und etwa 500 W. Der Fokus der Freiburger Forscher liegt dabei auf Membranbrennstoffzellen für den Betrieb mit Wasserstoff, Reformatgas, chemischen Hydriden, Methanol oder auch Ethanol. Die am Institut entwickelten Stackkonzepte sichern einen zuverlässigen Betrieb bei hoher Lebensdauer – die Systemtechnik erlaubt eine flexible Integration in unterschiedliche Applikationen.

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