Heliatek 12 Prozent Wirkungsgrad für organische Solarzellen

Eine organische Solarzelle von Heliatek auf einem Trägersubstrat. Das Unternehmen hat jetzt 12 Prozent Wirkungsgrad damit erreicht.

Das Solar-Start-up Heliatek hat den Wirkungsgrad seiner organischen Solarzellen deutlich gesteigert. Damit ist das Unternehmen weiter weltweite Nummer 1 in diesem Bereich.

Gemessen wurde der neue Effizienzrekord an einer 1,1 cm² großen Solarzelle. Die Heliatek-Zellen sind Tandem-Solarzellen, die aus zwei unterschiedlichen Absorberschichten bestehen, die Licht in Strom umwandeln. In Zusammenarbeit mit der Universität Ulm und der TU Dresden hat das Unternehmen die organischen Materialien für diese beiden Schichten nun so weiterentwickelt, dass sie mehr Photonen aufnehmen und diese effizienter nutzen können.

Im letzten Jahr hatte Heliatek einen Rekord von 10,7 Prozent für seine Solarzellen bekannt gegeben, der jetzt um knapp 11 Prozent gesteigert wurde. 2015 will das Unternehmen eine Effizienz von 15 Prozent erreichen.

Heliatek vergleicht seinen Wirkungsgrad von 12 Prozent mit dem von kristallinen Zellen oder Dünnschichtzellen bei 14 oder 15 Prozent. Der Grund dafür ist, dass sich die organischen Zellen bei hohen Temperaturen oder geringer Lichteinstrahlung deutlich besser verhalten sollen als die anderen Zellen und damit in der Realität mehr Leistung erzeugen.

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Die Heliatek-Zelle

Organische Solarzellen von Heliatek

Die Solarfolien von Heliatek werden in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren gefertigt und können aufgrund ihrer Flexibilität und des geringen Gewichts zum Beispiel in Gebäude integriert werden. Im Frühjahr 2012 hatte Heliatek die erste Fertigungslinie in Dresden eröffnet. Derzeit werden die dort gefertigten Folien an Partner geliefert, die damit neue Produkte entwickeln. Ende 2013 sollen dann erste Anwendungen mit integrierten Heliatek-Solarfolien vorgestellt werden.

Im Gegensatz zu anderen Herstellern organischer Photovoltaik setzt Heliatek auf kleine Oligomere als Ausgangsmaterial und nicht auf die größeren Polymere. Solche kleinen Oligomere werden auch in aktuellen OLED-Displays eingesetzt.