Power-Management-ICs: Die Party ist vorbei – zunächst

Der Markt für Power-Managment-ICs ist derzeit rein zyklischer Natur, saisonale Effekte beeinflussen ihn kaum – das jedenfalls ist das Fazit von Chris Ambarian, Senior Analyst von iSuppli.

Das ist schon deshalb interessant, weil diese ICs quer durch alle Produktgruppen Einsatz finden und deshalb als ein guter Indikator für den Halbleitermarkt insgesamt gelten. Ein typischer Zyklus im Power-Management-IC-Markt dauert drei Quartale. Das erste Quartal 2006 ist das Dritte des gegenwärtigen Zyklus. Die Preise für die meisten diskreten Produkte und für analoge Standard-ICs wie Spannungsregulatoren sind sehr fest, für viele Komponenten gilt das schon über die letzten zwölf Monate. In diesem Zeitraum stiegen die Lieferzeiten signifikant, teilweise auf 16 bis 20 Wochen.

Allerdings ist die Lieferkette wenig transparent. Die IC-Hersteller können laut Ambarian den Bedarf schon deshalb nicht genau abschätzen, weil die Endkunden ebenfalls im Nebel stochern. Das alles seien Indikatoren dafür, dass der Markt sein Maximum erreicht hat. Stehen wir also vor einem kräftigen Abschwung?

Ganz so schlimm sieht es nicht aus, meint Ambarian. Es gebe auch Indikatoren, die einen sanfteren Abstieg nahe legen. Von Doppelbuchungen direkt über die Hersteller und über die Distributoren sei nichts zu sehen. Ein solches Soft-Landing wäre wiederum die Voraussetzung dafür, dass der Aufschwung schnell einsetzt, sobald der Bedarf im Endmarkt wieder steigt. »Auch wenn die Party vorerst zu Ende ist, beschert das den Herstellern nur eine kurze Pause, bevor die nächste Party startet«, resümiert Ambarian.