PCB-Markt in Deutschland

Es läuft gut für die deutsche Leiterplattenbranche: »Im Jahr 2006 werden die deutschen Hersteller etwa 1100 Mio. Euro umsetzen«, so Michael Gasch, Geschäftsführer von Data4PCB, im Rahmen des ZVEI-Forums.

Das ist ein deutliches Plus; im Jahr zuvor waren es 981 Mio. Euro. »Der Auftragseingang ist in Deutschland sehr hoch«, erklärt Gasch. Von Januar bis August 2006 gerechnet, lag der Auftragseingang um 20 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Umsatz schnellte um 11 Prozent nach oben.

Und noch eine erfreuliche Nachricht: Deutschland ist - was die Produktion von PCBs betrifft – Spitzenreiter im europäischen Vergleich, »und das wird auch weiterhin so bleiben«, ist sich Gasch sicher.

Was den Herstellern und Kunden allerdings zu schaffen macht, das sind die steigenden Rohstoffpreise. Alleine in diesem Jahr haben die Preise für Aluminium um 25 Prozent, Kupfer um 63 Prozent, Nickel um 143 Prozent und Silber um 89 Prozent angezogen. »Das hat deutliche Auswirkungen auf die Preise der Vormaterialien und weiter auf den Verkaufspreis der Leiterplatte«, so Gasch. Laminate seien um 10 bis 20 Prozent teurer geworden, Prepregs um bis zu 14 Prozent und Cu-Folien um bis zu 70 Prozent. Abhängig vom Aufbau der Leiterplatten seien die PCB-Verkaufpreise um 10 bis 15 Prozent gestiegen.