Panasonic schließt 27 Werke

Nachdem der japanische Elektroriese von einem Milliardenverlust für das Geschäftsjahr ausgeht, folgen nun drastische Einschnitte.

Der Umsatz von Panasonic ging im dritten Quartal auf rund 1,8 Billionen Yen (16,4 Mrd. Euro) zurück. Das sind 20 Prozent weniger als im Vorjahr. In Japan sank der Umsatz um 10 Prozent, im Ausland um 29 Prozent.

Unter dem Strich stand ein Minus von 63,1 Mrd. Yen (552 Mio. Euro). Im vergangenen Jahr wies Panasonic im dritten Quartal noch einen Gewinn von rund 115,2 Mrd. Yen aus.

Als Gründe für den starken Rückgang nannte Panasonic die schnelle Wertsteigerung des Yens gegenüber dem Dollar sowie der rückläufige Konsum. Aber auch Abschreibungen drückten den Gewinn. Das operative Geschäft ist immer noch positiv, ging jedoch auch um 84 Prozent zurück.

Das Halbleitergeschäft von Panasonic war ebenfalls von dem Rückgang betroffen. Im Quartal lag der Umsatz mit »Devices and Components« 26 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Das sind rund 219 Mrd. Yen (1,9 Mrd. Euro).

Für das Gesamtjahr geht Panasonic von einem Verlust in Höhe von 380 Mrd. Yen (3,3 Mrd. Euro) aus.

Panasonic plant nun, sich konsequent von Geschäften zurückzuziehen, die seit 2007 unprofitabel sind. Dazu gehört auch die Schließung von 27 Werken, was nach Angaben des Wirtschaftsmagazins Bloomberg 20 Prozent aller Panasonic-Werke sind. Betroffen sind 13 Werke in Japan und 14 außerhalb Japans. Welche Werke genau geschlossen werden, sagte Panasonic nicht.

Insgesamt sollen 15.000 der 300.000 Stellen bei Panasonic wegfallen.