Neue Scopes müssen mit deutlich erweitertem Funktionsumfang aufwarten Oszis: Schnelle Multitalente gefordert

Der Anforderungskatalog an Oszilloskope erweitert sich laufend: Diagnosen müssen schneller und umfassender – oft auch noch spezieller und detaillierter – werden, und das für immer vielfältigere Low- und High-Speed-Messobjekte.

Neue Scopes müssen mit deutlich erweitertem Funktionsumfang aufwarten

Der Anforderungskatalog an Oszilloskope erweitert sich laufend: Diagnosen müssen schneller und umfassender – oft auch noch spezieller und detaillierter – werden, und das für immer vielfältigere Low- und High-Speed-Messobjekte.

Sehr flexibel und vor allem schnell arbeitende Oszilloskop-Konzepte sind heute gefordert, und auch Spezialitäten braucht der Markt, wie z.B. aussagekräftige Spektrumanalysen. Die Anbieter reagieren – heute mehr noch als früher – mit Scope-Plattform-Konzepten, die man sich von der Hardware- und Software-Ausstattung ganz an die jeweiligen individuellen Messanforderungen anpassen kann.

Bandbreiten-Anforderungen werden größer

Als Nachfolgeserie zu der im Jahre 2003 in den Markt gebrachten Laboroszilloskop-Familie „WavePro 7000“ kommt nun von LeCroy (www.lecroy.de) die Serie „WavePro 7 Zi“ heraus. Sie verfügt gegenüber der Vorläufer-Reihe über einen Bandbreitenbereich, der – entsprechend den überall gestiegenen Verarbeitungsfrequenzen – nun je nach Typ von 1,5 GHz bis zu 6 GHz reicht. Dies wurde notwendig, da sich durch die Verbreitung von PCI-Express (2,5 Gbit/s) und SATA 1. Generation (1,5 Gbit/s) auch im Embedded-Markt neue Bandbreiten-Anforderungen ergeben haben. Natürlich benötigt man bei diesen Bandbreiten adäquate Abtastraten. Hier können die neuen Vierkanal-Scopes mit 20 GS/s pro Kanal und der Möglichkeit aufwarten, auf 2 × 40 GS/s zu kaskadieren. Auch die maximale Speichertiefe pro Kanal wurde auf 128 Mbyte angehoben, kaskadiert auf 2 × 256 Mbyte.

Die aus der WaveRunnerXi-Serie bekannten Tools wie die WaveStream-Signaldarstellung und die WaveScan-Funktionen sind ebenfalls mit den neuen Scopes verfügbar. Sie helfen dem Entwickler, unbekannte Fehler zu entdecken (Bild 5) oder auch spezifische Ereignisse in Millionen von erfassten Datenpunkten zu lokalisieren. Das WaveScan-Tool kann beispielsweise die zehn kleinsten und größten Perioden in Millionen von erfassten Perioden messen, markieren und in einer Tabelle auflisten. Durch die dedizierten Knöpfe am Bedienpanel sind die Navigation zwischen den markierten Ereignissen und die gesamte Erreichbarkeit dieser Funktion wesentlich verbessert worden.

Bis zu 100 Triggerbedingungen im Griff

Als nützliche Innovation wurde auch die TriggerScan-Funktion in die Oszilloskope integriert. Hierbei kann der Entwickler bis zu 100 kritische Triggerbedingungen definieren, die dann von der Trigger-Hardware für einen spezifizierten Zeitraum überwacht werden. Eine automatisierte Trainerfunktion erstellt eine auf einem erfassten Signal basierende Reihe von Triggerbedingungen, die mögliche Anomalien sehr schnell detektieren können. Auf diese Art wird der Hardware-Trigger bestmöglich eingesetzt, wobei die vorher definierten Bedingungen untersucht werden. Dies führt dazu, dass der Nutzer wesentlich schneller Fehler in Signalen aufspüren kann als bei anderen Konzepten, bei denen nur möglichst schnell möglichst viele Signale (also gute wie auch fehlerhafte) bei kurzem Speicher übereinander geschrieben werden. TriggerScan in Kombination mit dem Hardware-Trigger sorgt dafür, dass möglichst nur dann aufgezeichnet wird, wenn ein Fehler auftritt – und das mit allen Speichertiefen.