Winzige Displays für die Konsumelektronik

Die Nachfrage nach Mikrodisplays in der Consumer-Elektronik steigt deutlich; die größten Marktchancen räumt Prof. Ian Underwood, Chief Scientific Adviser von MicroEmissive Displays, der Polymer-OLED-Technologie ein.

Mikrodisplays, bei denen das Display mit seiner Treiber- und Steuerungselektronik in ein einzelnes Siliziumsubstrat integriert ist, gibt es in unterschiedlichen Technologien. Hierzu gehören LCDs in lichtdurchlässiger und reflektierender Ausführung sowie OLEDs.

Prof. Ian Underwood: »Die Polymer-OLED-Technologie, kurz P-OLED-Technologie, ist zwar noch vergleichsweise jung, hat aber beste Chancen, den Markt zu dominieren.« Denn OLEDs erforderten keine Hintergrundbeleuchtung, und sie ließen sich mit der integrierten Displaytreiber-Elektronik und der digitalen Video-Schnittstelle problemlos in eine Vielzahl von Systemen einbauen, »was Produktentwicklern die Konzeption kleinerer und leichterer Produkte erlaubt«.

Die Einsatzgebiete für die winzigen Mikrodisplays lassen sich in zwei Bereiche unterteilen: Projektion und Near-to-Eye. »Der Nearto-Eye-Bereich, für den die POLED-Mikrodisplays die größten Vorteile bieten, lässt sich wiederum in zwei Kategorien unterteilen «, erklärt Prof. Ian Underwood. Bei der ersten Kategorie ist das Mikrodisplay-Modul in das Produkt eingebaut, das dann ans Auge gehalten wird. Beispiele hierfür sind elektronische Bildsucher in Videocamcordern und Digitalkameras sowie Nachtsichtgeräte und elektronische Ferngläser und Teleskope. Bei der zweiten Kategorie wird das Mikrodisplay- Modul direkt ans Auge gehalten bzw. »aufgesetzt«, wie bei Videobrillen für Mediaplayer, TV-Wiedergabe via Mobiltelefon oder mobile Spieleanwendungen.