TU Dresden macht OLEDs effizienter

Dem Institut für Angewandte Photophysik (IAPP) an der Technischen Universität Dresden ist es gelungen, die Wandlungseffizienz von OLEDs zu steigern. Damit lassen sich die OLEDs, neben dem Einsatz in Handy-, Kameradisplays und Handhelds, nun auch in der Raumbeleuchtung einsetzen.

Die Leuchtelemente erreichen einen Wirkungsgrad von 26, 22 und 3,1 Prozent bzw. eine Leistungseffizienz von 81, 101 und 4 lm/W für die drei Basisfarben Rot, Grün und Blau. Entwickelt wurden sie von Rico Meerheim und der OLED-Arbeitsgruppe des IAPP.

Die Ergebnisse für rote OLEDs übertreffen nach Angaben des Instituts dabei alle bisherigen Werte deutlich. Die Effizienz von Leuchtdioden ist relevant, weil sich damit der Energieverbrauch bei gleicher Helligkeit stark herabsetzen lässt. Darüber hinaus leuchten insbesondere rote OLEDs über Jahrzehnte stabil, was für Produktanwendungen entscheidend ist. »Für diese hocheffizienten OLEDs eröffnen sich viele neue Anwendungsmöglichkeiten. Dies gilt insbesondere für die roten Leuchtdioden, die in vielen Anzeigeelementen genutzt werden«, erklärt Prof. Dr. Karl Leo vom IAPP.

Bei den in Dresden entwickelten Leuchtdioden stapelten die Wissenschaftler organische Farbstoffe schichtförmig in einer bestimmten Abfolge. Zudem optimierten sie die elektronischen Eigenschaften des Schichtaufbaus. Mit einem neuen optischen Konzept gelang es, den Weg des Lichts durch die organischen Schichten und durch das Glasssubstrat so zu verändern, dass insgesamt mehr Licht die OLED verlassen kann. Damit lässt sich die gleiche Helligkeit mit weniger Strom erreichen, d.h. der Wirkungsgrad steigt.

Die Arbeiten an der Technischen Universität Dresden finden in enger Kooperation mit der Spin-off-Firma Novaled statt.