SCHOTT: 125 Jahre Borosilicatglas Tradition als Wegbereiter für Zukunftstechnologien

Glasgeräte aus Borosilicat
Glasgeräte aus Borosilicat

Vom Streaming bis zur High-Tech-Materialforschung - Ohne den Einsatz von Borosilicatgläser wäre das alles nicht möglich. Vor 125 Jahren entdeckte Otto Schott das Multi-Talent.

Die Entwicklung des Borosilicatglases hat Fortschritte in den Disziplinen Biologie, Chemie und Medizin möglich gemacht. Heute ist es Wegbereiter für moderne Technologien.

Borosilicatglas - Geschichtliches

Die ersten Produkte aus Borosilicat von Otto Schott waren technische Gläser für Thermometer und Glühlampen. Auch Glasgeräte für die Laborausrüstung wurden aus dem Werkstoff gefertigt.

Neben technischen Gläsern wurden optische Borosilicatgläser in Mikroskope, Fernrohre, Fotoapparate und Landvermessungsgeräte eingebaut.

Heutzutage wird Borosilicatglas als Rohrglas für Laborgläser, Glasampullen, Glasflaschen und Glaskarpulen für medizinische Wirkstoffe verwendet.

Borosilicatglas - Heute

Vor über 20 Jahren hat SCHOTT das sogenannte Microfloat-Verfahren entwickelt. Damit kann Borosilicatglas als Flachglas im Scheibenformat hergestellt werden. Das gefloatete Spezialglas BOROFLOAT® kommt in vielen Anwendungen zum Einsatz: Ob als Scheibe in der Backofentür, als Biochip in der modernen Medizintechnik, als Bestandteil von Bühnenscheinwerfern, in Kinoprojektoren oder in Tauchroboter.

Völlig neue Perspektiven verschafft Borosilicatglas bei 360-Grad-Kameras: Rundum-Videos vermitteln den Eindruck, mitten im Geschehen zu sein. Für Panorama-Aufnahmen wurde die Action-Minikamera »videostream360« und ein hochempfindlicher Spiegel mit einer Streaming-Software kombiniert. Geschützt wird die Konstruktion durch Borosilicatglas-Röhren von SCHOTT. Eine Anti-Reflex-Beschichtung verhindert zusätzlich Lichtreflexe und Verunreinigungen. Die neue Konstruktion findet Anklang im Indoor- und Outdoorbereich.

Auch in der Neutronenforschung kommt Borosilicatglas zum Einsatz. »Neutronen haben die Eigenschaft, sich in alle Richtungen auszubreiten«, erläutert Dr. Christian Schanzer, Betriebsleiter der SwissNeutronics AG. Mit Neutronenleiter aus speziell beschichtetem BOROFLOAT® breiten sich die Neutronen gerichtet aus. Die Leiter haben eine sehr glatte Oberfläche, dadurch können die Neutronen quasi verlustfrei von der Neutronen-Quelle bis an ihren Bestimmungsort geführt werden. Die Forschungseinrichtungen erhalten dadurch genauere Messergebnisse.

Borosilicatglas ist im Unterschied zu Kalk-Natron-Glas (herkömmliches Fensterglas) chemisch und mechanisch beständig. Außerdem hält es hohen Temperaturen und Temperaturschwankungen stand. Auch in Bezug auf die optischen Eigenschaften ist Borosilicatglas bevorteilt. Im Vergleich zu Kalk-Natron-Glas ist Borosilicatglas rund 10% leichter und hat einen etwa um den Faktor 3 kleineren thermischen Ausdehnungskoeffizienten.

Zum Thema

ifm electronic: Anwendungen mit 3D-Kameras in wenigen Schritten konfigurieren
Sick: 3D-Vision-Sensoren mit 25.344 Bildpunkten Auflösung