Das Ende der 3D-Brille? Toshiba soll neue 3D-Fernseher planen

Hat die 3D-Brille schon verloren, bevor es die 3D-Fernseher überhaupt in die Wohnzimmer geschafft haben? Einem japanischen Medienbericht zufolge plant Toshiba noch in diesem Jahr einen 3D-Fernseher, bei dem der Zuschauer keine Extra-Brille mehr braucht.

Der Bericht stammt von der japanischen Zeitung »Daily Yomiuri«, die sich dabei auf Unternehmenskreise bezieht. Demnach soll dieser Fernseher bereits Ende 2010, also pünktlich zur Weihnachtszeit, auf den Markt kommen. Die Fernseher sollen mehrere hunderttausend Yen kosten, also mehrere tausend Euro. Es sind drei Modelle vorgesehen, einer von ihnen mit einem 21-Zoll-Bildschirm.

Beim herkömmlichen 3D-Fernsehen werden unterschiedliche Bildinformationen für das rechte und das linke Auge erzeugt, damit dieser Effekt entstehen kann. Mit einer speziellen Brille werden die Bilder, die für das eine Auge bestimmt sind durchgelassen und die anderen geblockt.

Bei dem Verfahren von Toshiba sollen die Bilder in verschiedenen Winkeln abgestrahlt werden, so dass sie das Gehirn als dreidimensional empfindet. Allgemein wird diese Technik als Autostereoskopie bezeichnet.

Die Basis-Technologie könnte dabei von 3M stammen. Das Unternehmen hat eine optische Folie entwickelt, die auf einem Display aufgebracht und den 3D-Effekt erzielen kann. Bisher gibt es allerdings nur kleine Displays mit dieser Technologie.