Sony und Sharp gründen Joint Venture für Flachbildschirme

Sony und Sharp wollen bei der Produktion und dem Verkauf von großen Flachbildschirmen für LCD-TVs zusammenarbeiten und planen aus diesem Grund ein Joint Venture.

Sharp werde sich zu 66 Prozent daran beteiligen, die restlichen Anteile übernimmt Sony. Das geplante Joint Venture soll ein neues Werk für Flüssigkristallbildschirme (LCD) betreiben, das Sharp gegenwärtig in der westjapanischen Stadt Sakai in der Provinz Osaka errichtet.
Sony entschied sich für eine gemeinsame Produktion mit Sharp, um angesichts der weltweit wachsenden Nachfrage eine stabile Versorgung mit Flüssigkristall-Bildschirmen (LCD) sicherzustellen. Sony bezieht derzeit große LCD-Panels von seinem Joint Venture mit Samsung.

Der weltweite Absatz flacher LCD-TVs hatte Ende 2007 erstmals den Absatz traditioneller Röhrengeräte überholt. Sony will seinen Weltmarktanteil bei LCD-Fernsehern weiter ausbauen. Sharp wiederum profitiert von der Kooperation mit Sony, indem die finanzielle Belastung durch den Bau des Werks in Sakai verringert wird. Die neue Anlage soll im April 2009 ihren Betrieb aufnehmen. In dem Werk der 10. Generation werden dann Panels von bis zu 60 Zoll Bilddiagonale hergestellt. Wie Sony und Sharp mitteilten, sollen anfangs monatlich 36.000 Geräte, später monatlich 72.000 Stück produziert werden.

Sony steigerte den Umsatz mit LCD-Fernsehern im letzten Vierteljahr 2007 im Vergleich zum Vorquartal um 61 Prozent und erreichte damit einen Marktanteil von 19,5 Prozent. Samsung rangierte bei LCD-Geräten mit einem Marktanteil von 19,3 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von Philips.