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Enge Kooperation mit Ferdinand-Braun-Institut: Trumpf eröffnet Niederlassung für Laserdioden

Der Laserhersteller Trumpf hat in Berlin eine Niederlassung speziell für die Vorausentwicklung von Laserdioden eröffnet. Mit der räumlichen Nähe und engen Zusammenarbeit mit dem Ferdinand-Braun-Institut will Trumpf seine Marktposition im Bereich Hochleistungs-Diodenlaser weiter stärken.

»Die Berliner Niederlassung mit zunächst zehn Mitarbeitern und die von ihr ausgehenden Kooperationen sind von elementarer Bedeutung für unsere Entwicklungsarbeit bei diesem entscheidenden Zukunftsthema«, sagt Dr. Berthold Schmidt, Leiter des Zentralbereichs Forschung und Entwicklung bei Trumpf [1]. »Wir versuchen hier bis zu zehn Jahre in die Zukunft zu blicken und die Grundsteine für zukünftige Anwendungen zu legen.«

Langjährige Zusammenarbeit bekräftigt

Trumpf und das FBH arbeiten bei Hochleistungs-Diodenlasern bereits seit einigen Jahren zusammen. So finanziert Trumpf beispielsweise mehrere Doktorandenstellen am FBH. »Aus unseren Forschungstätigkeiten sind in den vergangen Jahren viele Patente entstanden, mit denen sich Hochleistungs-Diodenlaser weiter verbessern lassen«, so Tränkle. »Der Bedarf ist da und wird weiter wachsen, denn der weltweite Markt für Lasersysteme, die Metalle schneiden und bearbeiten können, ist gewaltig.«

Vielfältige Einsatzbereiche

Bei bestimmten Materialen - beispielsweise gehärtetem Stahl für die Sicherheitszelle im Automobil - ist der Laser als Werkzeug praktisch konkurrenzlos und aus der Fertigung nicht mehr wegzudenken. »Um dicke Metallplatten zu schneiden, benötigt man einen sehr intensiven Laserstrahl«, erklärt Dr. Stephan Strohmaier, Leiter der Berliner Trumpf-Niederlassung. »Unser Ziel ist es, auf effiziente Weise immer mehr Laserleistung in einem immer brillanteren Strahl zu vereinen. Das gelingt uns zunehmend besser.«

In Sachen Leistungsdichte und Umwandlungsrate von Strom in Licht gehören die Diodenlaser von FBH und Trumpf derzeit zu den leistungsfähigsten weltweit. In den Labors werden immer neue Rekorde erreicht. Die Berliner Trumpf-Niederlassung, die nicht nur in den Bereichen Halbleiter-Laserphysik, Aufbautechnik, Konstruktion und Simulation gut aufgestellt ist, sondern auch über einen eigenen Reinraum verfügt, wird die Entwicklung weiter beschleunigen.

Hocheffiziente Diodenlaser

Trumpf verbessert kontinuierlich seine Lasersysteme hinsichtlich der Energieeffizienz, um seinen Kunden eine »grüne Produktion« zu ermöglichen. Diodengepumpte Festkörperlaser und Diodendirektlaser mit Wirkungsgraden von 30 bis 40 Prozent und mehr sind dabei richtungsweisend. Sie sind nicht nur besonders effizient, sondern auch wasser- und energiesparend sowie kompakt in der Baugröße - was sie materialschonend und vergleichsweise kostengünstig macht. Bei den Diodendirektlasern wird die Laserstrahlung mehrerer Dioden über optische Elemente zu einem immer besser fokussierbaren Strahl zusammengefasst. Diese Strahlbündel mit nur einem zehntel Millimeter Durchmesser können dann zum Schneiden von Metallen wie beispielsweise Stahl im Automobil- oder Schiffsbau verwendet werden.