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Organische Solarfolie unter tropischen Bedingungen: Pilotprojekt in Singapur mit Solarfolie aus Deutschland

Auf einem überdachten Gehweg wurden Solarfolien der Dresdner Firma Heliatek installiert. Im Pilotprojekt soll das Verhalten der Solarfolie unter tropischen Wetterbedingungen über mehrere Monate getestet werden.

Organische Solarfolie wird auf dem überdachten Gehweg nahe des Militärflughafens in Singapur installiert. Bildquelle: © JTC

Organische Solarfolie des Dresdner Unternehmens Heliatek wird auf dem überdachten Gehweg nahe des Militärflughafens in Singapur installiert.

In etwa 30 m² der Solarfolie HeliaFilm, die von Heliatek [1]entwickelt wurde, installierten Arbeiter innerhalb von Stunden auf dem Aluminiumdach des Seletar Walkway, nahe des Militärflughafens in Singapur. Die Module arbeiten mit einer Effizienz von durchschnittlich 7 %. Im Feldversuch soll die Klima- und Wetterverträglichkeit der Solarfolie erprobt werden. Feuchtigkeit ist im Bereich der organischen Elektronik traditionell eine Herausforderung.

Einen Test hat die Folie bereits bestanden: Die Montage erfolgte auch auf dem unebenen Aluminumdach problemlos. Die Solarfolie passt sich wie gewünscht an die Dachstruktur an.

Das Projekt ist Teil eines Programms zur Evaluierung nachhaltiger Technologien zur Energiegewinnung. Man möchte in Erfahrung bringen, welche Konzepte mit den örtlichen Bedingungen kompatibel sind, um konkrete Vorstellungen über den zukünftigen Energie-Mix für einen nachhaltigen Städtebau bzw. eine nachhaltige Stadtentwicklung abzuleiten.

Als weiteres Projektprogramm ist die Bestückung von zwei Gebäuden der Jurong Town Corporation (JTC) im Cleantech Park 1 und 2 geplant. JTC ist eine Regierungsbehörde in Singapur und Kooperationspartner von Heliatek. Das Unternehmen selbst wurde 2006 von der TU Dresden ausgegründet, beschäftigt heute ca. 75 Mitarbeiter in Dresden und Ulm und gilt als Technologieführer im Bereich Organic Electronics Energy (OEE).