Samsung Galaxy Round Smartphone mit gebogenem Display geht in Serie

Mit dem Galaxy Round leistet Samsung Pionierarbeit und bringt das erste Handy mit flexiblem Display auf den Markt. Die Krümmung des Smartphones wird auch gleich genutzt, um neuartige Bedienkonzepte einzuführen.

Nachdem die Koreaner bereits gebogene Fersehgeräte im Programm haben, kommt das flexible Display nun auch im Handy zum Einsatz. Ab heute wird in Korea das »Galaxy Round« verkauft, ein Gerät mit einem 5,7 Zoll großen HD-AMOLED-Bildschirm. Damit ist Samsung der erste Hersteller, der ein gebogenes Display in einem Seriengerät verbaut.

Der Bildschirm des Round ist, wie das Handy selbst, horizontal gekrümmt. Allerdings handelt es sich nicht um ein flexibles Gerät, welches sich verbiegen lässt. So nennt Samsung in den Spezifikationen eine Dicke von 7,9 Millimetern. Abgesehen von dem gebogenen Gehäuse unterscheidet sich das Round kaum vom Galaxy Note 3. Beide Geräte bieten dieselbe Displaygröße, eine Kunstleder-Rückseite und werden von Qualcomms Snapdragon 800 angetrieben.

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Marktstart für das gebogene Handy

Samsung Galaxy Round startet in Korea

Die Handy-Rolle

Neu beim Round sind jedoch Steuerungsmöglichkeiten, die sich erst durch das gebogene Display ergeben. Liegt das Gerät flach auf dem Tisch, kann man zum Beispiel auf eine hochstehende Kante drücken und damit das Display aktivieren. Samsung nennt dies den »Roll Effect«. Beim kurzen Checken von Uhrzeit oder Mails entfällt damit das Drücken des Home-Buttons. Ob das nun wirklich ein Vorteil ist, muss sich allerdings erst herausstellen. Außerdem kann man über das »Rollen« des Handys nach rechts oder links die Musikwiedergabe steuern, ohne den Touchscreen zu aktivieren.

Feldversuch

Für umgerechnt rund 740 Euro geht das gebogene Smartphone in Korea an den Start, eine neue Displaytechnologie drängt auf den Markt. Ob sie sich durchsetzen kann und später auch außerhalb Koreas angeboten wird, ist noch offen. Ob ein krummes Handy sich auch zum telefonieren eignet und ob es sich in der Hosentasche mitführen lässt, muss die Praxis zeigen. Eines jedoch ist klar: Samsung kann sich mit dem Round als Innovationstreiber positionieren, was das Image des häufig als »Apple-Kopierer« verschrienen Konzerns aufpolieren dürfte.