Situationsbezogene Informationssysteme

TFT-LCDs nur als Ersatz für klassische Instrumente zu nutzen, ist für Sharp zu wenig – der Fahrer soll je nach Situation die entscheidenden (Zusatz-)Informationen erhalten. Aber auch Komfort und Unterhaltung sollen nicht zu kurz kommen.

TFT-LCDs nur als Ersatz für klassische Instrumente zu nutzen, ist für Sharp zu wenig – der Fahrer soll je nach Situation die entscheidenden (Zusatz-)Informationen erhalten. Aber auch Komfort und Unterhaltung sollen nicht zu kurz kommen.

Situationsbezogene Fahrerinformation – je nach Fahrsituation z.B. Geschwindigkeit, Tankfüllung oder auch Warnungen vor Hindernissen – ist mit klassischen Instrumenten nicht zu realisieren. Auch Beifahrer und Fondinsassen haben zumeist einen anderen Informationsbedarf als der Fahrer. »Innovative TFT-Displays sind deshalb wichtige Schlüsselkomponenten für situationsbezogene Fahrerinformations- und In-Car- Infotainmentsysteme, denn sie ermöglichen mehr Flexibilität und neue Funktionen beim Design moderner Fahrzeuginnenraumund Sicherheitskonzepte«, betont Andreas Niemann, General Manager Automotive von Sharp Microelectronics Europe. »Abhängig vom Einsatz im Fahrzeug – ob als Informationscluster-Display, zentrales Navigations- und Informations- Display und Bildschirm zur Unterhaltung von Fondsinsassen – bietet Sharp für die jeweilige Anwendung optimierte TFT-LCDs mit unterschiedlicher technologischer Ausstattung.«

Wie kaum ein anderer Display-Typ bieten Flüssigkristallbildschirme ein Höchstmaß an visueller Qualität, Flexibilität und Gestaltungsspielraum. Der Einsatz in Fahrzeugen stellt aber besondere Anforderungen an die TFT-Panels in punkto Temperaturbeständigkeit und mechanischer Belastbarkeit durch Vibrationen. Sharp Automotive Displays sind für diese Bedingungen ausgelegt, mit Betriebstemperaturen von –30°C bis +85°C. Der neueste Trend bei Automotive-Displays geht zudem in Richtung LED-Hinterleuchtung, die im Vergleich zum herkömmlichen CCFL-Backlight den Vorteil besserer Starteigenschaften besonders bei tiefen Außentemperaturen und einer noch höheren Robustheit gegenüber Vibrationen und Stößen hat.

Doch nicht jedes Automotive-LCD eignet sich für jede Anwendung im Auto: Je nach dem, ob die TFTs als Instrumentencluster-Display (ICD), zentrales Informationsdisplay (CID) oder als Bildschirm zur Unterhaltung der Fondinsassen als so genannte Rear Seat Entertainment Display (RSE-Display) Verwendung finden, ergibt sich daraus eine Reihe spezifischer Anforderungen. Auch portable Navigationsgeräte (PNDs) stellen ihre eigenen Ansprüche an Displays.

»Bei der Entwicklung von Systemen zur Darstellung situationsbezogener Informationen gehen wir noch einen deutlichen Schritt weiter«, betont Niemann. »Mit dem neu entwickelten Triple Directional Viewing LCD können Fahrer, Beifahrer und Fondinsassen ihr persönliches In-Car-Infotainment-Programm individuell verfolgen – zeitgleich und auf einem Bildschirm.« Aufgebracht auf Standard-Automotive-TFT-LCDs, steuert eine spezielle Folie als Parallaxenbarriere mit neuer Geometrie das Licht des Backlights in drei unterschiedliche Richtungen – nach links, rechts und vorne. Gleichzeitig erscheinen die drei Bilder in alternierenden Pixelspalten, wobei durch die Parallaxenbarriere je nach Betrachtungsrichtung immer nur ein bestimmtes Bild zu sehen ist. So kann der Fahrer das Display für das Navigationssystem nutzen, während gleichzeitig Beifahrer und Fondgast auf ein und demselben Bildschirm Videos anschauen oder im Internet unterwegs sind. Trotz der statischen Streifenmaske können die Triple Directional Viewing LCDs auch als herkömmliche Displays mit weitem Einblickwinkel genutzt werden. Dafür muss lediglich der gleiche visuelle Inhalt für alle Einblickwinkel eingespeist werden. »Im Augenblick laufen weitere Entwicklungen, um die visuelle Trennung der Display-Inhalte zu verbessern und so Multiple Viewing TFT LCDs an den Markt zu bringen, die die strengen europäischen Sicherheitsvorschriften erfüllen. Diese fordern, dass der Fahrer auf keinen Fall das Unterhaltungsprogramm des Beifahrers einsehen können darf, um nicht abgelenkt zu werden«, erläutert Niemann.