Sharp: Mini-LCD mit eingebauter Speicherkapazität

Sharp hat ein 1,35 Zoll großes LCD mit eingebauter Speicherkapazität entwickelt. Der Clou daran ist, dass das Display seinen Bildinhalt so speichert, dass nur die Pixel neu geschrieben werden müssen, deren Inhalt sich von Frame zu Frame ändert.

Das Display basiert auf der proprietären Continuous-Grain-Silicon-Technologie: Dabei ist jedes Pixel mit einem Speicherschaltkreis ausgestattet, der die Bildinformationen speichert, die auf den Bildschirm geladen werden. Daher muss die Bildinformation nur in den Pixeln neu geschrieben werden, in denen sich der Inhalt im Vergleich zum vorherigen Bildframe geändert hat.

Bei herkömmlichen LC-Displays dagegen »schreibt« der Mikrocontroller den kompletten Bildschirminhalt von Frame zu Frame mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 60 Hz neu, obwohl der Großteil des Bildinhalts erhalten bleibt. Dadurch ist der Stromverbrauch des Memory-Displays im Vergleich zu einem Standard-LCD derselben Größe etwa 130 Mal geringer. Ein 1,35-Zoll-Memory-LCD verbraucht im Betrieb etwa 15 µW, während ein Standard-LCD von vergleichbarer Größe etwa 2 mW benötigt, um ein Bild anzuzeigen.

Darüber hinaus biete ein Memory-LCDs laut Aussage von Sharp auch eine sehr gute Bildqualität. Anders als andere reflektierende Bildschirme benötigt es keine Polarisatoren. Dank eines speziellen Flüssigkristallmaterials wird das Bild generiert, indem der Status des Pixels mit einer Reflektivität von 50 Prozent von Schwarz zu Weiß wechselt.

Durch den minimalen Stromverbrauch lässt sich das Memory-LCD mit kleinen Solarzellen betreiben und eignet sich beispielsweise für kompakte tragbare Anwendungen wie Armbanduhren, Pulsmesser oder Regalbeschriftungen. Muster sind ab Juli in Europa erhältlich.