Displaytechnik Sharp im Rennen um die Maximalauflösung ganz vorn

SHARP IGZO-Display
SHARP IGZO-Display

Full-HD war gestern. Auf der Computex zeigt Sharp, zu welchen Auflösungen die Displays der neuesten Generation fähig sind. 3.200 x 1.800 Pixel können die präsentierten 14- und 15,6-Zoll großen Screens darstellen. Das ist nochmal deutlich mehr als beim MacBook mit Retina-Display.

Auf Asiens größter IT-Messe in Taipeh stellte Sharp die beiden Displays mit der enormen Pixeldichte von 262 ppi (14 Zoll) bzw. 235 ppi (15,6 Zoll) vor. Im Mai hatte man zudem ein 11,6-Zoll Modell mit 253 Pixeln pro Zoll angekündigt. Zum Vergleich: Apples Flaggschiff, das 15“ MacBook Pro mit Retina Display, kommt »nur« auf 220 ppi bei 2880 x 1800 Pixeln. Mit derartigen qHD+ Auflösungen lassen sich Full-HD-Filme nun auch auf kleinen Notebooks verlustfrei anschauen. Besonders hilfreich sind die hohen Werte bei der Bearbeitung von HD-Videos, da das Filmmaterial im Vorschaufenster des Schnittprogramms in nahezu voller Größe zu sehen ist.

 SharpSharpSharp
Apple
Apple GoogleAsusSamsung
Format (Zoll)11,61415,613,315,412,8515,613,3
Auflösung

2.560 x 1.440

3.200 x 1.8003.200 x 1.8002.560 x 1.600 2.880 x 1.8002.560 x 1.7002.880 x 1.6203200 x 1800
Pixeldichte (ppi)
253262235
227
220239212276
Gerät-Fujitsu Lifebook UH90-Apple MacBook Pro RetinaApple MacBook Pro RetinaChromebook PixelAsus UX51VZ-DB115HPrototyp, vorgestellt auf der Display Week 2013
Auflösungen aktueller Retina-Displays für Notebooks im Vergleich. Angaben laut Hersteller.

Auch die anderen Werte der Notebook-Displays können sich sehen lassen: Die Leuchtkraft beträgt 400 Candela pro Quadratmeter und das Kontrastverhältnis ist 1000:1. Lediglich die Blickwinkelstabilität reicht noch nicht an LTPS-Displays (Low Temperature Poly Silicon) heran. Produktpremiere feiert das Sharp-Display in Fujitsus neuem Lifebook UH90, welches ab Ende des Monats in Japan verkauft wird.

Hochauflösende IGZO-Displays liegen schon seit einiger Zeit im Fokus von Sharp. Im April stellte Sharp-Partner ProGraphics auf der Hannover Messe Industrie einen 32-Zoll-Bildschirm mit 4K-Auflösung und 3840 × 2160 Bildpunkten vor. Der »PN-K321H« bringt es auf eine Dichte von 140 Pixeln pro Zoll.

Bei der IGZO-Technik  wird Indium-Gallium-Zink-Oxid anstatt des üblichen amorphen Siliziums für die aktive Schicht der LC-Bildschirme verwendet. Das ermöglicht eine höhere Elektronenbeweglichkeit und damit kleinere Pixel, was wiederum zu höheren Auflösungen bei gleichbleibenden Abmessungen führt. Die dünnschichtigen Transistoren, die in jedem Pixel integriert sind, sind kleiner und erhöhen damit die Pixeltransparenz. Weil so durch jeden Bildpunkt mehr Licht dringen kann, steigt neben der Auflösung auch die Helligkeit der IGZO-Screens. Auch die Reaktionsgeschwindigkeit der Displays ist besser als bei herkömmlichen LCDs.