Richtigstellung: 250 lm/W noch nicht offiziell erreicht

Zu unserer Meldung »Das dunkle Geheimnis der hellen Leuchtdioden« ging bei der Redaktion eine E-Mail ein, in der ein Leser uns darauf aufmerksam machte, dass es derzeit keine LED mit einem Wirkungsgrad von 250 lm/W gibt.

Nach offiziellen Informationen für die Presse hält den Weltrekord bei weißen LEDs derzeit Osram mit 136 Lumen/W und einer Helligkeit von 155 Lumen (bei 350 mA Strom). 500 Lumen weißes Licht ist im Prinzip dabei machbar bei 1,4 A Strom - aber deutlich sinkendem Wirkungsgrad.

Weißes Licht kann mit LED nicht direkt hergestellt werden, da »weiß« keine Spektrallinie ist. Man geht daher einen Umweg, nutzt eine blaue Leuchtdiode, deren Licht man teilweise durch ein Filter aus gelben Phosphor schickt. Der Phosphor absorbiert einen Teil des blauen Lichts, so dass der verbleibende Rest der Strahlung gelb ist. Die Kombination aus blau und gelb führt dann zu weiß.

Bei anderen monochromatischen LED-Farben werden höhere Helligkeiten erzielt. Für die Farbe grün wurden bereits im Labor 680 lm/W erreicht.

Nichia hat auf der »Photonics West« im Winter 2009 inoffiziell bekannt gegeben, dass man mit weißem Licht (durch Verwendung von »Super Efficient Phosphor«) 249 lm/W erreicht hat - allerdings bei 20 mA und damit nicht bei Beleuchtungsstärke. Eine schriftliche Information liegt uns dazu nicht vor.

In der Veröffentlichung von »Spectrum« wird für State-of-the-Art-LEDs ein Wirkungsgrad von etwa 250 lm/W genannt – ob sich der Autor in seinem zitierten Beitrag auf den oben genannten Wert bezogen hat, ist uns nicht bekannt.