Smartphone-Displays Rasantes Wachstum dank Samsung und Apple

Samsungs Galaxy-Handys und Apples iPhones sorgen dafür, dass die Umsätze mit Smartphone-Displays 2013 um 55 Prozent zulegen. Drei Technologien teilen den Markt unter sich auf, wobei die AMOLED-Bildschirme den größten Anteil haben.

Eine aktuelle Studie von NPD DisplaySearch bescheinigt Displayherstellern für Mobiltelefone blendende Aussichten. Demnach führe die Nachfrage nach hochauflösenden und großformatigen Smartphone-Screens zu einem signifikanten Anstieg der Umsatzzahlen. Vorhergesagt wird ein Volumen von 33,3 Milliarden US-Dollar bis Ende 2013. Das macht ein Plus von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Angetrieben wird diese Entwicklung von den steigenden durchschnittlichen Verkaufspreisen (ASPs) der Displays. Der Absatz wächst im laufenden Jahr ebenfalls um 15 Prozent. In der Studie geht man von einem Gesamtvolumen von 1,9 Milliarden verkaufter Displayeinheiten aus.

Besonders die beiden Marktführer Samsung und Apple zeichnen für die positive Entwicklung verantwortlich, erklärte Hiroshi Hayase von NPD Display Search. Produktionsvolumen und Marktanteil der Topmodelle Galaxy S4 und iPhone 5 würden weiter steigen, sodass der Marktanteil der entsprechenden Displays ebenfalls profitiert.

AMOLED-Displays in Samsungs Galaxy S4

Die AMOLED-Screens des S4 sind hauptverantwortlich für den Anstieg des Marktanteils der OLED-Bildschirme, der nun mit 37 Prozent an der Spitzenposition liegt. Der im Vergleich zum S III verbesserte Bildschirm führt dazu, dass die durchschnittlichen Kosten von 48,36 Dollar in 2012 auf aktuell 49,37 Dollar kletterten. Die zunehmende Beliebtheit von Samsung-Telefonen schlägt sich in den Umsatzzahlen der AMOLED-Displays nieder, welche fast ausschließlich von dem Koreanischen Konzern eingesetzt werden.

LTPS-LCDs des iPhone 5

Mit 36, 1 Prozent auf Platz 2 liegt die LTPS-TFT-LCD-Technik, welche im aktuellen Apple-Smartphone verwendet wird. Auch diese Displays verteuerten sich und kosten im Schnitt 34,57 Dollar, während sie im letzten Jahr nur 26,74 Dollar wert waren. Der Grund ist auch hier das im Vergleich zum Vorgängermodell (iPhone 4S) größere und hochauflösendere Display.

Die Billig-Displays

Günstigere a-Si TFT LC-Displays (a-Si: amorphes Silizium), die ohne Hintergrundbeleuchtung oder Treiber-Chips auskommen, machen 26,5 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die Experten von NPD DisplaySearch sagen allerings voraus, dass ihr Anteil in Zukunft rückläufig sei. Die a-Si LCDs werden zwar von chinesischen Herstellern in großen Mengen für niedrigpreisige Handys benötigt, doch die Kosten pro Displayeinheit sinken.