Preisabsprachen? EU-Kommission ermittelt gegen LCD-Hersteller

Einige LCD-Panel-Hersteller stehen im Verdacht, gegen europäisches Kartellrecht verstoßen zu haben, wie die EU-Kommission am 13. Juli mitteilte.

Im Zuge der Ermittlungen hat die Kommission potenziell Betroffene bereits im Mai über die Vorwürfe informiert. Die Namen der Unternehmen sind nicht genau bekannt. Philips, LG Display, AU Optronics (AUO) und Chi Mei Optoelectronics (CMO) haben laut Brancheninformationen den Eingang eines entsprechenden Schreibens aus Brüssel bestätigt, wollen sich aber derzeit nicht zu den Vorwürfen äußern. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen den Firmen Bußgelder von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.  

Das »LCD-Kartell« beschäftigt die internationalen Behörden seit Längerem. So hatte das US-Justizministerium bereits Ende 2008 LG Display, Sharp und Chunghwa Picture Tubes (CPT) Preisabsprachen nachgewiesen. Hitachi gestand im März dieses Jahres Preisabsprachen ein. Die Unternehmen mussten insgesamt rund 585 Millionen Dollar an Bußgeldern bezahlen.