Pico-Projektoren: »Mini-Beamer« erobern den Markt

Besonders in Smart Phones halten integrierte Pico-Projektoren zunehmend Einzug und werden laut iSuppli bis 2013 ein rasantes Absatzwachstum verzeichnen: Von 50.000 Stück (2009) auf drei Mio. Stück im Jahr 2013 sollen die Verkaufszahlen ansteigen.

Den Grund für den Erfolg der Pico-Projektoren sehen die Auguren von iSuppli darin, dass die »Mini-Beamer« die eng gesteckten Visualisierungsgrenzen eines mobilen Gerätes, wie Smart Phone oder Netbook, schlichtweg umgehen: Sie fungieren als Vergrößerungsfunktion für das Display und können auf Wände oder andere glatte Oberflächen Bilddiagonalen bis zu 50 Zoll projezieren. Damit würden die natürlichen Visualisierungsschranken von mobilen Geräten obsolet, meint Sanju Khatri, Principal Analyst, Signage/Projection bei iSuppli.

Embedded Pico-Projektoren machen mobile Geräte zukünftig attraktiver, sowohl für den Privat- als auch für den Business-Anwender: »Die integrierten Projektoren ermöglichen es, Präsentationen direkt und unkompliziert vom Netbook, Smart Phone oder PDA aus abzubilden, Videos vorzuführen oder großflächig Internetseiten zu zeigen«, so Khatri.

Ein viel versprechender Markt für die kleinen Projektoren sind vor allem Smart Phones. Samsung hat bereits ein erstes Exemplar mit integriertem Pico-Projektor auf Basis der Digital-Light-Processing-Technologie (DLP) von Texas Instruments auf den Markt gebracht. Erhältlich ist dieses Gerät allerdings bislang nur in Korea. Laut iSuppli sollen noch in diesem Jahr weitere Produktankündigungen dieser Art folgen.

Neben DLP evaluieren einige Hersteller derzeit »Liquid Crystal on Silicon« (LCOS) als Pico-Projektor-Technologie. So will beispielsweise Nikon im Herbst eine Digital-Kamera mit einem LCOS-basierten Beamer auf den Markt bringen. Verbesserungspotenzial sieht Khatri noch bei der Leistungsaufnahme, Größe und im Herstellungsprozess der Kleinen. »Wenn die Kinderkrankheiten beseitigt sind, werden die Pico-Projektoren aus mobilen Geräten nicht mehr wegzudenken sein«, sagt Khatri.