OLED-Lighting

Marktanalysten prophezeien den Beleuchtungen auf OLED-Basis zwar ein riesiges Marktpotenzial, doch wie und wann der große Durchbruch kommt und was die Systeme kosten werden, dazu gibt es wenig Konkretes. »Es gilt, noch einige technische Probleme zu lösen, bevor sich die neuartigen Leuchten in akzeptabler Qualität und zu einem vertretbaren Preis in Masse produzieren lassen«, so Jutta Rasp von FPExperts. Das kann dauern - muss aber nicht. Hersteller Konica-Minolta hat den Start der Massenproduktion für April 2007 angesetzt.

Marktanalysten prophezeien den Beleuchtungen auf OLED-Basis zwar ein riesiges Marktpotenzial, doch wie und wann der große Durchbruch kommt und was die Systeme kosten werden, dazu gibt es wenig Konkretes. »Es gilt, noch einige technische Probleme zu lösen, bevor sich die neuartigen Leuchten in akzeptabler Qualität und zu einem vertretbaren Preis in Masse produzieren lassen«, so Jutta Rasp von FPExperts. Das kann dauern - muss aber nicht. Hersteller Konica-Minolta hat den Start der Massenproduktion für April 2007 angesetzt.

 Markt&Technik: In Kürze sollen sie auf den Markt kommen: Beleuchtungssysteme auf OLED-Basis. Frau Rasp, was macht das Thema OLED-Lighting so interessant?

Jutta Rasp: Auf Basis der OLEDs lassen sich ganz neue Beleuchtungslösungen realisieren, zum Beispiel große und flächige Beleuchtungen. Im Vergleich zu Punktlichtquellen werden Flächenbeleuchtungen von den Menschen als wesentlich angenehmer empfunden. Doch es gibt noch einen anderen Aspekt, der die OLED-Lichtquellen so attraktiv macht - ihre geringe Energieaufnahme. Experten gehen davon aus, dass sich mit Einsatz der OLED-Technologie die Energieaufnahme im Bereich Beleuchtung um bis zu 75 Prozent reduzieren lässt. Nur zur Verdeutlichung: In den USA gehen 8 Prozent, das entspricht 58 Mrd. Dollar jährlich, des gesamten Energieverbrauchs auf das Konto von künstlichen Beleuchtungen.

 Die »OLED-Leuchten« sind aber noch nicht am Markt erhältlich. Warum?

Jutta Rasp: Die Technologie steht noch ganz am Anfang, zum Teil wird noch Grundlagenforschung betrieben. Dem gegenüber steht ein sehr anspruchsvoller Markt. Neue Technologien müssen mit Leuchtmitteln konkurrieren, die kostengünstig und seit Jahrzehnten im Einsatz sind. Denken Sie an die Glühbirne. Sie können eine Glühbirne zehn Jahre lang im Vorratsschrank lagern, ohne Qualitätsverluste in Kauf nehmen zu müssen. Pro Jahr werden 5 Milliarden Glühbirnen hergestellt. Jede einzelne garantiert, dass sie nach 10.000 Stunden Betriebsdauer noch 80 Prozent der ursprünglichen Helligkeit produziert. Da können die OLEDs noch nicht mithalten.

 Welche Anforderungen muss eine OLED-Beleuchtungslösung erfüllen?

Jutta Rasp: Die Richtwerte, die erreicht werden sollten, sind bei etwa 1000 cd/m2 Helligkeit und einer Energieeffizienz von 50 bis 100 Lumen pro Watt. Die Lebensdauer muss bei mindestens 10.000 Stunden liegen. Es gibt Prototypen, die diese Vorgaben erfüllen oder ihnen zumindest nahe kommen. Jetzt gilt es noch, das in der Massenproduktion umzusetzen.