OLED-Forschung: Nach OLLA nun OLED100.eu

OLLA (Organische LEDs für Leuchtmittel-Anwendungen) war gestern, OLED100.eu ist heute. Dieses Nachfolge-Forschungsprojekt, das die EU mit 12,5 Millionen Euro fördert, soll die Grundlagen für effiziente OLED-Anwendungen schaffen.

Das Forschungsprogramm OLED100.eu folgt auf das erfolgreiche OLLA-Programm (OLLA: Organische LEDs für Leuchtmittel-Anwendungen), das 2004 ins Leben gerufen und vor kurzem abgeschlossen wurde. Mit der Entwicklung weißer LEDs mit Leuchtstärken von 50,7 lm/W, einer Anfangshelligkeit von 1000 cd/m2 und Lebenszyklen von deutlich mehr als 10.000 Stunden hat OLLA die Grundlage für organische Leuchtmittel geschaffen. Die EU setzt ihr Engagement für die Entwicklung der organischen Leuchtmitteltechnik nun mit dem Nachfolgeprojekt OLED100.eu fort und konzentriert sich auf die für Leuchtmittel wichtigen Spezifikationen. Dabei verfolgt das Konsortium die fünf Hauptziele: hohe Energieeffizienz (100 lm/W), lange Lebensdauer (100.000 h), große Fläche (100x100 cm2), niedrige Kosten (100 Euro/m2) und Messnormen/Anwendungsforschung.

»Der Europäische Rat hat sich verpflichtet, den CO2-Ausstoß in Europa bis 2020 um mindestens 20 Prozent zu senken. Durch die Entwicklung energieeffizienter Beleuchtungslösungen leistet OLED100.eu hierzu einen wertvollen Beitrag«, so Dr. Stefan, Projektmanager bei OLED100.eu und Mitarbeiter der Philips Forschung. OLED100.eu werde auf den Erfolgen des Vorgängerprogramms OLLA aufbauen und OLEDs entwickeln, die doppelt so energieeffizient sind, eine zehnmal so lange Betriebsdauer haben und die zehnfache Fläche aufweisen. »Durch die Teilnahme führender Leuchtmittelhersteller wie Philips und Osram ist sichergestellt, dass die Ergebnisse des Forschungsprojekts schnell in Produkte umgesetzt werden«, ist sich Dr. Grabowski sicher.

Zu den Partnern des OLED100.eu Konsortiums zählen: Bartenbach LichtLabor GmbH, Österreich; European Photonics Industry Consortium (EPIC), Frankreich; Evonik Degussa GmbH, Deutschland; Fraunhofer Institut Photonische Mikrosysteme (IPMS), Deutschland; Microsharp Corporation Limited, Großbritannien; Novaled AG, Deutschland; Océ Technologies B.V., Niederlande; OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Deutschland; Philips Technologie GmbH, Business Center OLED Lighting, Deutschland; Philips Technologie GmbH Forschungslaboratorien, Deutschland; Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Deutschland; Saint-Gobain Recherche S.A., Frankreich; Siemens AG, Deutschland; Technische Universität Dresden, Institut für Angewandte Photophysik, Deutschland; Universiteit Gent, Belgien.