Neue Möglichkeiten bei elektronischem Papier

Ganz neue Möglichkeiten bietet sogenanntes »Elektronisches Papier«. Derartige Anzeigesysteme erlauben es, Produkte mit Displays auszustatten, die dafür eigentlich als ungeeignet erscheinen. Dazu zählen beispielsweise Kreditkarten, Preisschilder, Batterieladeanzeigen in...

Ganz neue Möglichkeiten bietet sogenanntes »Elektronisches Papier«. Derartige Anzeigesysteme erlauben es, Produkte mit Displays auszustatten, die dafür eigentlich als ungeeignet erscheinen. Dazu zählen beispielsweise Kreditkarten, Preisschilder, Batterieladeanzeigen in Elektrowerkzeugen oder auch Schlüsselanhänger. Ausgefeilte Entwicklungssysteme machen die Implementierung einfach.

Zunächst gilt es, die Leistungsfähigkeit des Displays und die Anforderungen zu evaluieren, bevor der Systemintegrator Zeit und Geld in einen Prototyp investiert. Wie bei anderen elektronischen Bauteilen helfen dabei Evaluierungskits mit der nötigen Hard- und Software.

Mit einem solchen Evaluierungssystem lassen sich Parameter wie das Kontrastverhältnis, das »Look-and-Feel« oder die Bildübergangsgeschwindigkeit überprüfen. Auch die Frage nach der richtigen Größe und Segmentierung für die Anwendung beantwortet sich schnell. Idealerweise lassen sich verschiedene Steuersignale, auch von anderen als dem mitgelieferten Controller, einspielen und deren Auswirklungen überprüfen. So bekommt der Anwender ein besseres Verständnis dafür, ob und wie sich mit Hilfe eines E-Paper-Displays der Wert des Produktes steigern lässt.

Dialog Semiconductor hat ein solches Evaluierungssystem für diesen Zweck entwickelt. Es stellt die Hardware- und Softwareentwicklungsumgebung zur Verfügung, enthält ein EPD (Electronic Paper Display) der Firma E Ink und verwendet Display-Treiber-ICs von Dialog.

Segmentierte E-Ink-Displays

Zum Demonstrationspaket gehört neben dem Display, dem Board und der Software ein USB-Kabel, das auch zur Stromversorgung des Boards dient. Das Sample-Display bietet typische Icons wie Kapazitätsanzeige, 7-Segment-Anzeige und ähnliche (Bild 1). Das Board lässt sich über USB und den daran angeschlossenen PC oder direkt über einen Mikrocontroller als Teil eines größeren Entwicklungsprojekts ansteuern. Mithilfe einer Reihe von Schnittstellen lassen sich verschiedene Displays anbinden, sie liegen fertig installiert oder als Bare-Die vor.

Die Software nutzt eine Windows-basierte, grafische Benutzeroberfläche (GUI), die ein Softwaremodell des Displays erstellt. Anschließend wird der erforderliche Code für den Display-Treiber-IC und zur Ansteuerung des E-Ink-Displays generiert. Der Entwickler kann eine Vorlage als Bitmap (Bild 1) importieren und das Schema definieren, nach dem er jedes Segment ansteuern möchte. Dazu gehört natürlich auch die Ablaufsteuerung, die zur vollen Entwicklung und Evaluierung des fertigen Systems erforderlich ist.

Durch die Steuerung verschiedener Timingparameter kann der Nutzer das Design für bestimmte Anwendungen und verschiedene Betriebsumgebungen optimieren. Der optimale Wert für diese Parameter hängt von Faktoren wie der Segmentgröße, der Betriebstemperatur oder der gewünschten Übergangsfrequenz ab. Die Software ermöglicht das Testen verschiedener Signalformate und die visuelle Evaluierung der jeweiligen Auswirkungen.