Neue Grafik-Controller-Architektur

Epson hat eine Hochleistungs-LCD-Display-Controller-Unit mit einem 32-Bit-RISC-Core verschmolzen, um Grafikleistung und Flexibilität zu vereinen. Das Ergebnis ist der LCD-Controller S2D13515 – Codename Ruskin.

Im Embedded-Markt spielen neben der Leistung auch Flexibilität, Systemmigration, Langzeitverfügbarkeit, Qualitätsstandards sowie der Support eine wichtige Rolle. Diese Anforderungen soll der neue LCD-Controller S2D13515 erfüllen. So wird z.B. OpenGL ES 1.1 mit einer optimierten HW-Beschleunigung unterstützt. Zusätzliche Features ersparen dem Kunden laut Epson weitere Komponenten und halten die Systemkosten gering.

Den Kern der LCD-Controller-Unit bilden die Warp- und Blend-Engine. Die Warp-Engine erlaubt es, Bilddaten bewusst so vorzuverzerren, dass bei Einsätzen mit Head-Up-Displays Verzerrungen aufgrund der Krümmung der Windschutzscheibe kompensiert werden. Die gespeicherten Original-Bilddaten werden durch die Warp-Engine nicht verändert, sondern nur der Ausgangsdatenstrom zum Display hin. Inhalte werden nicht manipuliert, sondern lassen sich weiter verwenden. Die Warp-Engine kann aber auch veränderte Bilddaten wieder in den Speicher zurückschreiben. Gezielte Bildmanipulationen sind dadurch möglich. Anwendungsfälle hierzu sind u.a. Linsenkorrekturen von Weitwinkelobjektiven, Pseudo-3D-Effekte wie in Navigationsgeräten oder auch Zoomen und Drehen von Bilddaten. Die Blend-Engine erlaubt die Nutzung von bis zu drei Layern (Main + 2 xPIP), wobei auch hier das Zurückschreiben der »kombinierten « Bilddaten möglich ist.