Mit Innovationen überzeugen

Die allgemeinen wirtschaftlichen Prognosen sind nicht allzu ermutigend – mit technischen Neuerungen will sich die Display-Branche gegen diese Entwicklung stemmen und sogar neue Einsatzfelder hinzugewinnen.

Die allgemeinen wirtschaftlichen Prognosen sind nicht allzu ermutigend – mit technischen Neuerungen will sich die Display-Branche gegen diese Entwicklung stemmen und sogar neue Einsatzfelder hinzugewinnen.

Der ZVEI rechnet für 2009 mit einer Abkühlung des Geschäfts. Dennoch: Mit rund 2 Prozent gehört die Elektronikbranche noch immer zu den Wachstumstreibern in Deutschland. »Weil sich das Display-Geschäft ähnlich wie der Elektronikmarkt in viele Segmente aufteilt, ist eine allgemeingültige Antwort auf die Auswirkungen der Finanzkrise derzeit kaum möglich«, erklärt Gerhard Becker, Leiter Produktmarketing Displays & Systeme von Gleichmann Electronics.

»Fakt ist, dass sich wie bei vielen Mitbewerbern auch bei MSC-Gleichmann das Display-Geschäft gegen Jahresende leicht abgeschwächt hat. Da wir dieses Phänomen aber in vielen Jahren davor auch erlebt haben, ist dieser Rückgang erst einmal nicht zwingend auf die Finanzkrise zurückzuführen. Zudem war er so gering, das er das Erreichen unserer Umsatzziele für 2008 in keiner Weise gefährdet hat.«

Uneinheitlicher Markt

Insgesamt ist der Markt derzeitig uneinheitlich, was genaue Prognosen schwierig macht. »So folgen in etwa die Umsätze für kleinere und mittlere Displays – als Schlüsselkomponente für Automatisierungstechnik – der Entwicklung in der gesamten Elektronikindustrie «, bericht Mario Klein, Business Manager Industrial Segment Europe von Sharp Microelectronics Europe. »Trotzdem ist aber im ersten Quartal 2009 mit einem Absatzrückgang zu rechnen, von dem sich der Markt im späteren Laufe des Jahres jedoch wieder erholen sollte.«

Eine Veränderung des Orderverhaltens konnte Konrad Szabo, Produkt Marketing TFT-Displays von Data Modul, beobachten: »Auch unsere Kunden sind natürlich mehr oder weniger von der Finanzkrise und der damit verbundenen Wirtschaftskrise betroffen. Dies macht sich bei einigen Branchen mehr bemerkbar als bei anderen. Lagerbestände werden auf Kundenseite abgebaut und Aufträge erst platziert, wenn der Endkundenauftrag im Haus ist.«