MicroEmissive Displays: Fertigungszentrum in Dresden

Die schottische Firma MicroEmissive Displays (MED) eröffnet ihr neues Werk für die Serienfertigung von Vollfarb-OLED-Mikrodisplays in Dresden.

Mehr als 10 Mio. Dollar hat das Unternehmen in die Anlage und einem 400 qm großen Reinraum bislang investiert. MED beschäftigt heute 16 Mitarbeiter in Produktion und Technik und beabsichtigt, die Mitarbeiterzahl in Deutschland in den nächsten zwei Jahren um mehr als das Doppelte zu erhöhen, so dass die Produktion deutlich hochgefahren werden kann. »Jetzt sind wir bereit, mit unserer wettbewerbs-fähigen, kommerziell verfügbaren Mikrodisplay-Technologie eine Spitzenposition am Markt einzunehmen«, so MED-Firmenchef Bill Miller.

Die vollfarbigen »eyescreen«-Displays auf OLED-Basis ermöglichen die flimmerfreie Darstellung von Videobilder und nehmen dabei nur wenig Strom auf. Zielapplikationen sind Videobrillen für das Fernsehen per Handy, Head-up-Displays oder elektronische Bildsucher für Digitalkameras, Camcorder und Nachtsichtgeräte. Mit ins Boot hat sich MED das Fraunhofer IPMS geholt, das in sich in direkter Nachbarschaft zum MED-Werk befindet. Prof. Karl Leo, stellvertretender Direktor des Fraunhofer IPMS, sagt: »MED und Fraunhofer IPMS werden eng zusammenarbeiten, um die Entwicklung von OLED-Mikrodisplays voranzutreiben. Als Teil dieser Kooperation werden wir neue Konzepte für in Silizium integrierte Active-Matrix-OLEDs sowie komplette Systeme entwickeln.«

Thomas Jurk, Sachsens Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit, der an der Eröffnung teilnahm erklärte: »Ein Entscheidungskriterium von MED für den Standort Sachsen ist unsere hervorragende Forschungslandschaft. Was wir hier in der Praxis erleben, ist das Zusammenwirken von Forschung und Produktion in Reinstkultur.«