Neue Fertigungslinien Material sparen bei der Produktion von LED-Lampen

Die Marburger Firma Seidel hat zwei Fertigungslinien für LED-Leuchtmittel eröffnet. Mit dem vom Bundesumweltministerium mit 5 Millionen Euro geförderten Pilotprojekt lassen sich große Mengen an Metall und Kunststoff einsparen.

Das in Marburg ansässige Unternehmen Seidel hat zwei Fertigungslinien für die materialeffiziente Herstellung von LED-Leuchtmitteln eröffnet.

Auf der ersten Fertigungslinie sollen LED-Lampen in der klassischen Glühbirnenform in großen Stückzahlen hergestellt werden. Die zweite Linie dient zur Produktion unterschiedlicher Lampentypen in variablen Stückzahlen. Die dabei entstehenden Leuchtmittel sollen um bis zu 60 % leichter sein als vergleichbare Produkte.

Mit den zwei Linien sollen sich Einsparungen von 260 Tonnen Aluminium, 20 Tonnen Zinn, 40 Tonnen Kupfer sowie 10 Tonnen Kunst- und Klebstoffen erzielen lassen. Zudem sollen sich die Produkte besser recyclen lassen, da nur wenige Materialien verwendet werden.

Das Pilotprojekt erhält Zuschüsse von 5 Millionen Euro aus dem Förderschwerpunkt des Umweltinnovationsprogramms „Materialeffizienz in der Produktion“. Ziel dieses Förderschwerpunkts des Bundesumweltministeriums ist es, Produktionsabläufe zu optimieren, um natürliche Ressourcen zu schonen. Gefördert wird im Rahmen dieses Programms die erstmalige großtechnische Anwendung einer innovativen Technik. Dabei ist es wichtig, dass das Vorhaben über den Stand der Technik hinausgeht und Demonstrationscharakter hat.