Display-Stückzahlen steigen Margen sinken deutlich

Dank Normally-Black-Modus treten Bright-Dots bei Innolux‘ G150XNE-Familie im Vertrieb von MSC Technologies äußerst selten auf. Für den weiten Blickwinkel von 88 Grad in allen Richtungen sorgt die MVA-Technologie.
Dank Normally-Black-Modus treten Bright-Dots bei Innolux‘ G150XNE-Familie im Vertrieb von MSC Technologies äußerst selten auf. Für den weiten Blickwinkel von 88 Grad in allen Richtungen sorgt die MVA-Technologie.

Die Margen seien aufgrund von mehr Wettbewerb deutlich zurückgegangen, sagt Aloys Arkenau, Vertriebsleiter bei Display Elektronik. Kompensieren könne man das nur durch steigende Stückzahlen und mehr Geschäftsvolumen.

Beliefert werden von Display Elektronik diverse industriell weiterverarbeitende Branchen. »Auch Automotive spielt zunehmend eine Rolle in unseren Umsätzen«, sagt Arkenau. Adressiert werden Kunden weltweit, wobei der Schwerpunkt auf Europa liegt und hier Deutschland nach wie vor eine herausragende Rolle spiele. Im übrigen seien Veränderungen in Osteuropa zu spüren, »dort rechnen wir mit mehr Projekten und größeren Volumina«.

Analog Arkenau konstatiert Rudolf Sosnowsky, Leiter Marketing und Applikation bei Hy-Line Computer Components, »einen generellen Preisverfall, die Margen stehen unter Druck«. Um die gleiche absolute Marge zu erreichen, »müssen wir größere Projekte oder solche mit höherem Integrationsgrad realisieren«. Zufrieden ist man mit den in den letzten beiden Jahren gestiegenen Stückzahlen. Für 2018 wird bei den Umsätzen ein Plus von 10 Prozent angepeilt. Regional gilt der Fokus weiterhin D/A/CH, »eine Expansion in andere Territorien steht für uns zurzeit nicht an«, sagt der Hy-Line-Manager.

Eberhard Schill, Manager Marketing&Distri­bution bei Kyocera Display Europe, begründet den Margenverfall damit, dass »TFT-Displays entwicklungstechnisch ziemlich ausgereift sind, weshalb die Hersteller im Peiskampf stehen«. Wolle man auch künftig erfolgreich im Markt agieren, »wird man sich nicht nur in der Technik neue Wege erarbeiten müssen«. Zufrieden zeigt sich Schill mit der »sehr guten Auslastung« der Display-Fabs. In Europa adressiert Kyocera mit seinen Displays als Zielmärkte die Automobilindustrie und den Industriebereich. Eine »aktuell sehr gute Auslastung der Herstellerwerke« stellt auch Marc Corrigan, Geschäftsführer von Densitron Deutschland, fest, weshalb die Lieferzeiten und die Mindestbestellmengen steigen. »Industriekunden sollten das beachten und folglich langfristiger planen und bestellen.«