Sie sind hier: HomeRubrikenOptoelektronikLED/Lighting

UN-Klimakonferenz: Bis zum Jahr 2020 will Philips klimaneutral sein

Anlässlich der UN-Klimakonferenz gab Philips-Lighting-CEO Eric Rondolat bekannt, dass Philips seine CO2-Bilanz bis 2020 auf null verringern wird. Gleichzeitig richtete das Unternehmen den dringenden Appell an weltweit führende Unternehmen, sich ehrgeizigere Energieeffizienzziele zu setzen.

Der Beleuchtungsindustrie kommt eine Schlüsselrolle im Hinblick auf die Erreichung der weltweiten Energieeffizienzziele zu. Hier zu sehen: Straßenbeleuchtung in Los Angeles. Bildquelle: © Philips

Der Beleuchtungsindustrie kommt eine Schlüsselrolle im Hinblick auf die Erreichung der weltweiten Energieeffizienzziele zu. Hier zu sehen: Straßenbeleuchtung in Los Angeles.

Philips [1] geht davon aus, dass man seine Kohlendioxidbilanz im Zeitraum von 2007 bis zum Jahresende 2015 um 40 Prozent verbessern wird. Die Bemühungen zur Emissionssenkung sollen jedoch weiter verstärkt und beschleunigt werden, um in den kommenden fünf Jahren das angestrebte Ziel der Klimaneutralität zu erreichen.

Mehrgleisiger Ansatz

Dabei verfolgt das Unternehmen einen mehrgleisigen Ansatz beim Energieverbrauch. Das bedeutet konkret, Philips will den Energieverbrauch in den eigenen Betrieben verringern, indem die Energienutzung reduziert, Logistikprozesse optimiert und die Zahl von Geschäftsreisen minimiert werden.

Eine bereits in diese Richtung ergriffene Maßnahme ist die Teilnahme von Philips am RE100 Program, einer gemeinschaftlichen Initiative einflussreicher Unternehmen, die sich zur hundertprozentigen Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen verpflichtet haben. Philips hat bereits seinen Anteil beim Einsatz erneuerbarer Energien innerhalb von sechs Jahren, im Zeitraum von 2008 bis 2014, von acht auf 55 Prozent erhöht.

Bisherige Bemühungen der Industrie weltweit unzureichend

»So, wie die Dinge derzeit stehen«, stellte Eric Rondolat [2] fest, »müssen wir in puncto Klimawandel abrechnen und erkennen, dass sich alle Bemühungen weltweit als unzureichend erwiesen haben, um einen möglicherweise katastrophalen globalen Temperaturanstieg zu verhindern. Ambitionierte Ziele sind weltweit dringend nötig, um die Energieeffizienz insgesamt deutlich zu erhöhen. Es wäre bereits viel getan, wenn LED-Beleuchtung schneller angenommen und die beschleunigte Renovierung bestehender städtischer Infrastrukturen sowie eine stärkere Nutzung von solarbetriebenen LED-Leuchten vorangetrieben würden.«

Studien zufolge wird bei den Intended Nationally Determined Contributions (INDCs), den geplanten Beiträgen zur Verminderung von Treibhausgasen, von den an der COP21 teilnehmenden Ländern, eine globale Erwärmung in der Größenordnung von zwischen 2,7 und vier Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts vorausgesagt. Das ist gegenüber dem Szenario ohne emissionswirksame Maßnahmen mit einem Anstieg von 6,5 Grad zwar eine Verbesserung, doch liegt diese Annahme weit unter dem weltweit vereinbarten Ziel von zwei Grad.

Laut den Forschungsergebnissen könnte die Welt den Prozentsatz, um den sich die Energieeffizienz jährlich verbessert, durch den Einsatz bereits erhältlicher nachhaltiger Technologien jedoch verdoppeln. Auf diese Weise ließen sich die erforderlichen Emissionssenkungen für das geforderte Ziel halbieren.