Lasst OLEDs leuchten

Aus irgendeinem Grunde konzentrieren sich Anbieter von OLED-Systemen zur Zeit eher auf Beleuchtungsanwendungen als auf den Einsatz als Display - was auch ganz hübsch aussehen kann.

Auch Philips lässt OLEDs leuchten: Erste Leuchten-Prototypen auf OLED-Basis für den Wohnbereich hat das Unternehmen nun auf der Lichtmesse »Euroluce« vorgestellt. Der Hersteller betrachtet organische Leuchtdioden als den »nächsten logischen Schritt in der Festkörper-Beleuchtung«.

Laut Philips könnte die Einführung der OLED als neue Lichtquelle einen gravierenden Einfluss auf die Beleuchtungsindustrie und insbesondere auf die Beleuchtung haben - ähnlich der LED. Aufgrund der Vorteile, die OLED-Lichtquellen Designern, Architekten und Lichtanwendern bieten, erwartet man, dass diese Art der Beleuchtung in den kommenden Jahren zunehmend für unterschiedlichste Anwendungen eingesetzt wird.

Die Konzept-Reihe »OH...LEDs!« besteht aus verschiedenen Tisch-, Steh-, Wand- und Deckenleuchten. Sie haben zum einen sanft-diffus leuchtende OLED-Flächen und zum anderen LEDs für funktionales, gerichtetes Licht. Diese Kombination ermöglicht verschie­dene Ambiente-Lösungen und bietet neue Möglichkeiten der Lichtgestaltung und -nutzung. Das Besondere daran: die Lichtquelle muss nicht mehr im Objekt »versteckt« sein, sondern ist Teil des Designs selbst. Mit ihrer flachen Bauweise und dem geringen Gewicht lässt sie sich vielfältig einsetzen, darüber hinaus ist sie blendfrei und bietet eine nahezu unerschöpfliche Anzahl von Lichtfarben.

Vertikal ausgerichtet ähneln die Steh- und Tischleuchten stromlinienförmig verspiegelten OLED-Flügeln. Wenn man sie etwas neigt, »erwacht« der Flügel, leuchtet und verwandelt sich so in ein Dekorationsobjekt, dessen Lichtintensität einfach mit einer kurzen Handbewegung verändert werden kann.