Große, dünne Displays sparen Energie

Auf dem Symposium der Society for Information Display (SID) lassen sich jedes Jahr die neuesten Display-Trends erspähen. In diesem Jahr standen immer größere OLED-Displays, 3D-Anzeigen, ein Boom bei Touch-Screens und nicht zuletzt Energieeffizienz im Mittelpunkt.

Anfang Juni war das texanische San Antonio der Nabel der Display-Welt: Auf dem SID-Symposium mit begleitender Ausstellung diskutierten die Experten die neuesten Entwicklungen in der Displaytechnik.

Highlights waren einsatzreife OLED-Displays in immer größeren Formaten, die so genannten »3D Displays«, die nun auch von den großen Displayherstellern zunehmend unterstützt werden, und der vom iPhone verstärkte Trend zu Touch-Screens. Doch auch die Energieeffizienz bei Plasma- und LCD-Panels war ein wichtiges Thema, das sich in zahlreichen Vorträgen und Ausstellungsmustern widerspiegelte. So belegten viele Beiträge zum Thema »Local Dimming für LEDBacklights «, dass die Hersteller die Ablösung der CCFL-Backlights weiter vorantreiben.

Als Erfinder der OLED-Technik präsentierte Kodak ausführlich deren weitere Optimierungsmöglichkeiten vor allem im Hinblick auf die in industriellen Anwendungen essenzielle Lebensdauer- und Burn-in-Problematik. Alle namhaften Hersteller zeigten AMOLEDS in Größen von drei bis
fünf Zoll mit Lebensdauern im Bereich von 50 000 Stunden. Schnellere und dünnere Panels beherrschten die Beiträge der LCD-Sessions. Gerade die nunmehr erreichten Schaltzeiten im Bereich weniger Millisekunden machen »Sequential Color«-LCDs möglich - eine Technik, in der sich Panels einfacher und zugleich mit geringerer Leistungsaufnahme realisieren lassen. Samsung konnte zur SID nicht nur mit signifikanten Fortschritten bei der beeindruckenden »Blue-Phase«-LCD-Technik aufwarten, sondern zeigte auch ein mit LED-Backlight versehenes 12,1-Zoll-LCD, das insgesamt nur 1,64 mm dick ist und 120 g wiegt.

Zum Thema Elektronisches Papier wurden in der Ausstellung und in Vorträgen wesentliche Innovationen hinsichtlich flexiblem und farbigem E-Paper vorgestellt. Zudem waren Picoprojektoren ein weiteres Highlight des Symposiums. Wiederum auf große Resonanz stieß der vom Deutschen Flachdisplay Forum (Deutsches Flachdisplay Forum) organisierte und vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützte »German Pavillon«. Die dort vertretenen zehn Aussteller konnten zahlreiche neue und aussichtsreiche Kontakte knüpfen.