Microsoft Research Gezieltes Dimmen abgedeckter Displaybereiche spart Strom

Displays sind die größten Stromfresser bei Smartphones und Tablets. Forscher bei Microsoft Research haben die Displaytechnik Fingershadow entwickelt, bei der die durch die Finger des Anwenders abgedeckten Bereiche gedimmt werden. Eine Stromersparnis von etwa 13 % könnte damit erreicht werden.

Bei Microsoft Research wird an einer OLED-Displaytechnik namens Fingershadow gearbeitet, bei der genau die Displaybereiche von Smartphones oder Tablets gedimmt werden, die von den Fingern abgedeckt werden.

Bei OLED-Displays ist es möglich, die Displays an bestimmten Stellen gezielt abzudunkeln, da sie nicht wie LCDs mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet sind, sondern die einzelnen Pixel selbst Licht erzeugen.

Die Fingershadow-Technik soll es nun ermöglichen, die Fingerbewegungen des Anwenders zu erfassen und dann die Bereiche abzudunkeln, die von den Fingern verdeckt werden. Dies lässt sich mittels Touchscreen-Daten in Verbindung mit den Daten von Lagesensoren realisieren, die Informationen darüber geben, welchen Teil des Displays der Nutzer verdeckt und in welchem Betrachtungswinkel er auf das Display schaut.

Neben dem Dimmen der direkt von den Fingern abgedeckten Bereiche sollen sich auch Schatten in angrenzenden Randbereichen dimmen lassen. Denn durch den Schatten der Finger besteht auch bei geringerer Helligkeit eine ausreichend gute Ablesbarkeit.

Abhängig davon, welcher Anteil des Displays vom Anwender verdeckt wird, behauptet Microsoft, zwischen 5 und 22 % Strom mit der Fingershadow-Technik einsparen zu können. Bei einem Test des Verhaltens von zehn Personen mit dem Samsung-Smartphone Galaxy S5 wurden im Durchschnitt 11,14 % der Fläche bei Toucheingaben abgedeckt.

Voraussichtlich wird die Fingershadow-Technik in das Android-App-Framework integriert, damit Entwickler das Verfahren in ihre Apps einbeziehen können.