Gemeinschaftsprojekt R2D2 Flexible OLED-Lichtquellen günstig produzieren

Bislang sind OLED-Leuchtmittel sehr teuer und die Designvorteile der OLED-Technologie werden noch zu wenig ausgenutzt. Ein neues Projekt widmet sich dem Ausbau fertigungsnaher und kostenoptimierter Prozesse zur Herstellung flexibler OLEDs.

Obwohl die OLED als eine auf starren sowie flexiblen Trägern aufbringbare Flächenlichtquelle diverse Vorteile gegenüber Punktlichtquellen aufweist, konnte sie sich bislang in Beleuchtungsanwendungen nicht durchsetzen. Mit einer hohen Marktdurchdringung von OLEDs in der Allgemeinbeleuchtung wäre nur zu rechnen, wenn die Fertigungskosten für OLED-Leuchtmittel reduziert werden könnten und sich neue Anwendungsfelder erschließen ließen.

In dem vom BMBF mit 5,9 Mio. Euro geförderten Projekt R2D2 werden fertigungsnahe Prozesse und Technologien zur Herstellung von flexiblen und formbaren OLEDs untersucht. Denn in der Kombination aus den besonderen OLED-Designmerkmalen Flächigkeit und Flexibilität mit kostenoptimierten Fertigungsansätzen sehen die an dem Gemeinschaftsprojekt beteiligten Partner eine sogar wirtschaftlich interessante Alternative zu den etablierten Beleuchtungsvarianten. Im Projekt R2D2 liegt das Augenmerk sowohl auf der stückweisen Fertigung (Sheet-to-Sheet-Verfahren) als auch auf Rolle-zu-Rolle-Technologieansätzen.

Ziel ist das Herausarbeiten der Vor- und Nachteile beider Produktionskonzepte sowie von Verknüpfungsmöglichkeiten aus den beiden Konzepten. Miteinbezogen in die Untersuchungen werden aktuelle Designanforderungen wie Langlebigkeit, Effizienz und Homogenität der Leuchtdichte. Die Systemintegration der flexiblen OLED-Module für Anwendungen im Automobil, Flugzeug oder in Hausgeräten ist ein weiterer zentraler Untersuchungsgegenstand des Gemeinschaftsprojekts R2D2.

Um die in diesen Applikationen gestellten Anforderungen zu erfüllen, widmen sich die Projektpartner der Erforschung langlebiger, effizienter Materialien, anwendungsoptimierter Aufbau- und Verbindungstechnologien sowie effizienter Systemintegrationstechnologien.

Das Projekt-Konsortium unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP deckt die gesamte Wertschöpfungskette zwischen Materialforschung, Anlagenbau, Bauelementetechnik und Anwendungsstudien für zukünftige OLED-Projekte ab. Beteiligt sind mit Osram OLED ein Beleuchtungshersteller und mit Audi, Hella und der Diehl Stiftung mehrere Endnutzer von Beleuchtungsquellen. Mit Novaled ist ein auf OLED-Materialien und -Technologien spezialisierter Partner im Konsortium vertreten.

Der Projektpartner Von Ardenne widmet sich als Lieferant von Produktionsausstattung für die Rolle-zu-Rolle-Beschichtung flexibler Substrate der industriellen Umsetzung der im Rahmen von R2D2 entwickelten Technologien. Hierzu gehören Anwendungs- und Produktstudien der entwickelten Verfahren einschließlich einer detaillierten Analyse der Herstellungskosten. Die geplanten Arbeiten basieren unter anderem auf bereits anerkannten Ergebnissen aus BMBF-geförderten Projekten wir R2Flex, So-Light und Topas2012.