Flexibel konfigurierbar und robust zugleich

Der Touchmonitor hat in viele Bereiche der Industrie und des Handels Einzug gehalten. Heute kommt er als intuitives Eingabemedium vor allem in der Fahrzeugdiagnose, in Industrie- und Anlagensteuerungen, in mobilen Geräten und Analysesystemen, im Industrie-PC, in der Medizintechnik, in Kassensystemen und bei Informationsterminals zum Einsatz.

Der Touchmonitor hat in viele Bereiche der Industrie und des Handels Einzug gehalten. Heute kommt er als intuitives Eingabemedium vor allem in der Fahrzeugdiagnose, in Industrie- und Anlagensteuerungen, in mobilen Geräten und Analysesystemen, im Industrie-PC, in der Medizintechnik, in Kassensystemen und bei Informationsterminals zum Einsatz.

Mit Touchmonitor ausgestattete Systeme sind weitgehend sicher vor Fehlbedienung: Nur ausgesuchte und für die jeweilige Anwendung relevante Operationen werden übersichtlich auf dem Monitor angezeigt, Trainingszeiten so reduziert; selbst angelerntes Personal kann schnell effizient eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass der gesamte Prozess softwaregesteuert ist und sich somit leichter warten und variieren lässt – ob nun als Tasten oder Schalter. Lästige Kabel für Tastaturen und Mäuse entfallen, was gleichzeitig Gefahrenquellen und Störanfälligkeit reduziert.
Die im Folgenden skizzierten Technologien haben sich in den letzten Jahrzehnten als die praktikabelsten auf dem Markt behauptet.

Widerstandstechnologie (resistiv) für 35 Millionen Berührungen geeignet

Resistive Touchscreens basieren auf einer durchsichtigen, mit leitendem Material beschichteten Grundfläche. Darüber liegt, durch kleine Abstandspunkte getrennt, eine ebenfalls mit leitender Schicht versehene Kunststofffolie. Wenn ein Benutzer den Schirm berührt, wird zwischen beiden Schichten ein Kontakt hergestellt. Entsprechend der anliegenden Spannung ermittelt der Controller die X- und Y-Koordinaten und gibt die Werte an den Rechner weiter.

Prinzipiell unterscheidet man bei den resistiven Touchscreens zwischen der Fünfdraht-Technologie und den Vier- bzw. Achtdraht-Touchscreens. Der wesentliche Unterschied liegt in der Haltbarkeit. Die Vierdraht- bzw. Achtdraht-Technologien bringen es lediglich auf eine Haltbarkeit zwischen einer und zwei Millionen Touches. Somit sind die Vierdraht-resistiven Touchscreens (z.B. AT4, Bild 1) besonders für OEMs und Systemintegratoren geeignet, die eine wirtschaftliche Lösung für Geräte mit kürzerer Lebensdauer und kleineren Display-Diagonalen suchen. Die Fünfdraht-Technologie (z.B. AccuTouch von Elo, www.elotouch.de) ermittelt die Koordinaten des Berührpunkts durch ein Multiplex-Verfahren auf der dauerhaft linearen Basis-Glasscheibe. Die (für Verschleiß relativ anfällige) Metallbeschichtung der Kunststofffolie wird rein zum Spannungsabgriff verwendet, was eine größere Langzeit-Genauigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Beschädigung bewirkt. Ein solcher Touchscreen verträgt über 35 Mio. Berührungen an jedem Punkt. Er wird deshalb besonders dort eingesetzt, wo es auf größtmögliche Haltbarkeit oder exakte Erkennung bei häufiger Bedienung ankommt – vorzugsweise in der Industrie, in Kassensystemen und medizinischen Geräten. Gleichzeitig kann die dauerhafte Linearität auch bei größeren Display-Diagonalen und Temperaturschwankungen sichergestellt werden.

Der größte Vorteil der als IntelliTouch bezeichneten Technologie besteht darin, dass der Touchscreen nur aus einer einzigen, klaren Glasscheibe besteht; Kunststofffolien und Beschichtungen sind also nicht erforderlich. Jede Koordinate wird über einen Sender und einen piezoelektrischen Empfänger sowie über ein Set von Reflektor-Streifen an den Rändern des Bildschirms ermittelt. Die vom Controller ausgesendeten mechanischen 5-MHz-Wellen werden gleichmäßig auf dem Screen verteilt. Berührt ein Finger die Glasoberfläche, wird ein Teil der Wellen absorbiert, woraus der Controller die X- und Y-Koordinaten ermittelt. Eine zusätzliche Quasi-Z-Achse entsteht dadurch, dass auch die Intensität der Absorption gemessen und ausgewertet werden kann.

Neben hoher Lichtdurchlässigkeit und gutem Kontrast des Bildes ist diese Technologie weitgehend unempfindlich gegenüber Beschädigungen des Glases – beispielsweise Kratzern. Deshalb eignen sich derartige Touchscreens gut für Terminals in öffentlich zugänglichen Bereichen. Aber auch in der Industrie und bei Kassensystemen überzeugt die Oberflächenwellen-Technologie durch Verschleißresistenz, hohe Service-Freundlichkeit aufgrund langzeit-stabiler Kalibrierung und durch ihre Bildklarheit.

Verwendet man für die Glasscheibe besonders gehärtetes Glas, so entsteht ein Touchsystem für LCDs, das auch größtem Vandalismus widerstehen kann. Einen weiteren technologischen Fortschritt stellt die iTouch-Lösung „touch-on-tube“ dar. Dabei befinden sich alle Komponenten des Systems direkt auf der Katodenstrahl-Röhre. Die Bildqualität liegt – da bei dieser Technologie jedes Zwischenglas fehlt – bei 100 Prozent des auf dem Bildschirm erzeugten Bildes (Bild 3).