Flachbildschirme: Sieben Wege zur Produkt-Differenzierung

Flachbildschirme entwickeln sich mit den steigenden Ansprüchen der Benutzer weiter. Gleichzeitig spaltet sich der Markt auf in preisgünstige, Mittelklasse- und High-End-Anwendungen. Jedes dieser Marktsegmente erfordert eine spezielle Auslotung der Funktionsmerkmale und der zugehörigen Technik, um attraktive Produkte realisieren zu können.

Flachbildschirme entwickeln sich mit den steigenden Ansprüchen der Benutzer weiter. Gleichzeitig spaltet sich der Markt auf in preisgünstige, Mittelklasse- und High-End-Anwendungen. Jedes dieser Marktsegmente erfordert eine spezielle Auslotung der Funktionsmerkmale und der zugehörigen Technik, um attraktive Produkte realisieren zu können.

Mit zunehmender Displaygröße und steigender Grafikleistung nehmen die vom Rechner zum Display zu übertragenden Datenmengen zu. Folglich muss die Schnittstelle eine höhere Datenübertragungsrate bieten. Durch die Steigerung der Datenübertragungsrate lässt sich die Darstellungsgüte des gezeigten Bildes verbessern, und die Display-Hersteller können sich gegenüber dem Wettbewerb differenzieren. Für eine Produkt-Differenzierung der Panels gibt es sieben Möglichkeiten:

  • Adressumfang, Auflösung, breiter Farbraum und große Farbtiefe.
  • Kosten-Optimierung.
  • Begrenzung elektromagnetischer Störungen (EMV).
  • Stromsparender Betrieb.
  • Höhere Bildwiederholungsrate.
  • Hochauflösender Wireless-Betrieb.
  • Besserer Umgang mit digitalen Medien.

Größere Abmessungen, hohe Auflösung, ein umfassender Farbraum und große Farbtiefe – alle diese Parameter erfordern am internen und am externen Bus eine höhere Datenübertragungsrate. Dies betrifft auch das externe Buskabel zwischen dem DVD-Laufwerk und dem Fernsehgerät. Der ältere HDMI-1.1-Standard unterstützt lediglich 8 bit pro Farbe und benötigt dafür eine Datenübertragungsrate an der Schnittstelle von ungefähr 1,65 Gbit/s. Im Vergleich dazu bietet der aktuelle HDMI-1.3-Standard für die Unterstützung von 10 bit pro Farbe eine Datenübertragungsrate von 2,25 Gbit/s. Die höheren Datenübertragungsraten betreffen am internen Bus die Verbindung zwischen der System-Controller-Platine des Fernsehgeräts und der Controller-Platine des LC-Displays. Angesichts der großen zu übertragenden Datenmengen wird die bisherige Verbindung in LVDS-Technik zum Flaschenhals. Für die Unterstützung der Full-HD-Auflösung (1080p) sind bereits zwei Verbindungen von je vier LVDS-Paaren erforderlich.

Eine Lösung bietet der neue Schnittstellen-Standard „DisplayPort“. Das Verfahren nutzt SerDes-Bausteine (Seriell-Parallel-Umsetzer) und löst so die Probleme mit der Datenübertragungsrate. Eine DisplayPort-Implementierung mit acht Leitungen ersetzt dabei eine vollständige 32×4-LVDSVerbindung. Mit 10,8 Gbit/s über vier Verbindungsleitungen ist DisplayPort den Herausforderungen gewachsen, die hohe Auflösung und große Farbtiefe stellen. An einem PC zeigen sich die Vorteile dieser Schnittstelle noch deutlicher: Das Display lässt sich hier über die „Graphics Processing Unit“ (GPU) optimieren, indem die Auflösung über die Schnittstelle eingestellt wird.

Bei den Fernsehern werden die externe Verbindung zur Set-Top-Box im HDMI-Standard und die interne Busverbindung als Display-Port-Übertragung implementiert. Beide Medien können in dieser Umgebung miteinander koexistieren und sich gegenseitig ergänzen.