Touch-Displays Farbsensorik verbessert das Look & Feel intelligenter Produkte

Bei Tablets, Smartphones und den Wearable-Produkten der Zukunft dominiert das Touch-Display das Design. Trotzdem ist ein unverwechselbares Look & Feel entscheidend für den Erfolg der Produkte. Eine Möglichkeit zur Differenzierung stellen getönte Displaygläser dar.

Dass der Farbton des Displayglases das Aussehen der Benutzeroberfläche verändert, lässt sich im Betrieb ausgleichen. Dabei wird die Farbabstimmung der Pixel so verändert, dass das Glas über dem Display als klar erscheint. Außerdem kann das Display so gestaltet sein, dass es nicht nur getöntes Glas kompensiert, sondern auch Änderungen des Umgebungslichts – vom blauen Licht an einem sonnigen Tag bis hin zur Gelb- oder Rotfärbung bei Innenraumbeleuchtungen.

Voraussetzung für diese Funktion ist ein genauer RGB-Umgebungslichtsensor anstelle des einfachen Umgebungslichtsensors für weißes Licht, wie er heute üblicherweise in Smartphones verwendet wird, um den Helligkeitsgrad des Displays zu bestimmen. Werden sowohl die Farbe als auch das Umgebungslicht berücksichtigt, ist das Display leichter ablesbar und angenehmer zu bedienen.

Ein zweiter Vorteil des RGB-Umgebungslichtsensors in Smartphones und Tablets ergibt sich beim gemeinsamen Einsatz mit dem integrierten Kamerasensor. Bezüglich des Umgebungslichts bietet der Sensor wichtige Informationen für Algorithmen, die zum automatischen Weißabgleich dienen. Damit wird sichergestellt, dass korrekte Hauttöne und die richtige Farbdarstellung auf Fotos zu sehen ist. Durch genaue Farbrückkopplung können Algorithmen sogar die wahrscheinliche Lichtquelle bestimmen (z.B. Leuchtstofflampe oder bewölkter Himmel), womit sich die korrekten Belichtungszeiten berechnen lassen. Zudem lassen sich der Blitz und der Steuerstrom für den Blitz in Bezug auf die Lichtquelle und Lichtintensität optimieren, was die Batterielebensdauer verlängert.

Auch Instrumentenanzeigen in Fahrzeugen profitieren von RGB-Sensoren. Die Lesbarkeit ist auch unter den sich schnell ändernden Lichtverhältnissen bei Nachtfahrten gegeben, wenn sich beispielsweise das Licht gelber Natrium-Lampen beim schnellen Vorbeifahren mit anderen Lichtquellen vermischt.

Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Anwendungen für hochwertige RGB-Sensoren: In einem Fernsehgerät kann der Sensor die Displayelektronik darüber informieren, falls Farbänderungen durch Gerätealterung auftreten. So tendieren bei OLED-Displays blaue Pixel dazu, im Laufe der Zeit ihre Farbe schneller zu ändern als rote und grüne Pixel. Durch die Farberfassung kann der RGB-Sensor zu einer konsistenteren Performance des TV-Geräts über die gesamte Lebensdauer hinweg beitragen.