Erkennen vier Finger auf dem Touchscreen

Die neuen kapazitiven Touchscreen-ICs von Atmel sind für Berührungen mit einem oder zwei Fingern ausgelegt. Möglich wäre allerdings noch mehr.

Der AT42QT5320 und der AT42QT5480 sind Atmels erste Touchscreen-Controller, die auch zwei Berührungen (»Two Touch«) erkennen. Damit ist neben Berührungen wie Antippen oder Ziehen auch das Aufzoomen möglich. Mit der dabei verwendeten Technologie lassen sich sogar Berührungen mit drei oder vier Fingern erkennen, allerdings gibt es derzeit dafür noch keine Controller, die das unterstützen. Weitere Funktionen wie Berührungstasten oder Scroll-Vorrichtungen lassen sich über eine I²C-kompatible Schnittstelle über den Host-Prozessor programmieren.

Die Bausteine unterscheiden sich in der Menge der verwendeten X-Y-Kanäle, über welche die Positionen der Berührungen bestimmt werden. So verwendet der AT42QT5320 acht X- und vier Y-Kanäle und eignet sich für Displaygrößen bis 4,3 Zoll. Der AT42QT5480 verwendet acht X- und sechs Y-Kanäle und eignet sich für Displaygrößen bis 8 Zoll. Die Auflösung erreicht dabei 10 bit.



Atmel bietet darüber hinaus komplette Systeme inklusive ICs und Sensoren, die als Elektrodenmaterial ITO (Indium-Zinnoxid) auf Glas oder PET aufgebracht werden. So sind für die »Single Touch«-Controller auch einlagige Elektrodenfilme für die Erfassung der Fingerposition erhältlich. Dadurch reduziert sich der Aufbau, und die Lichtdurchlässigkeit des Displays wird höher, als das mit den üblicherweise zwei verwendeten Filmen der Fall ist. Für die »Two Touch«-Controller empfiehlt Atmel, weiterhin zwei Filmlagen zu verwenden, obwohl dies auch mit einer Lage möglich wäre.

Die Controller gibt es in verschiedenen Gehäusegrößen wie 5 mm x 5 mm, 7 mm x 7 mm oder 10 mm x 10 mm. Muster gibt es ab sofort, die Massenproduktion soll im nächsten Jahr starten.