»Ein TFT ist nur so gut wie die Ansteuerung«

Die MSC-Tochter Displaign Elektronik & Design hat für Gleichmann Electronics eine High-End-TFT-Interfacekarte entwickelt, mit der sich TFTs ohne großen Aufwand über RGB, DVI und/oder Videoschnittstellen in Studioqualität ansteuern lassen.

»Wir wollen dem Entwickler soviel wie möglich an Arbeit abnehmen, ihm den Aufwand wo immer es geht erleichtern«, so Gerhard Becker, Manager Product Marketing Displays & Systeme von MSC Gleichmann Electronics. Deshalb biete Gleichmann einen umfangreichen Support an - weit mehr als nur die technische Beratung in der Evaluierungsphase. Becker: »Um dem Kunden Entwicklungszeit und damit Kosten zu sparen, stellen wir die Komponenten innerhalb kürzester Zeit zu kompletten Kits zusammen.«

Ein solches Kit kann zum Beispiel aus einem PC-Mainboard mit Kabelsatz, Display, Backlightinverter und Netzteil bestehen. Ist keine digitale Schnittstelle zur Displayansteuerung auf dem Mainboard vorhanden, lässt sich das Kit auch durch eine einfache A/D-Controllerkarte erweitern. Das Angebot an Smartpanel- und Openframe-Lösungen wurde jetzt nach oben hin mit der High-End-TFT-Interfacekarte DIS-285P abgerundet. Becker: »Die Ansteuerkarte ist in ihrem Preis-Leistungsverhältnis wohl kaum zu schlagen.« Zum Einsatz kommen soll sie in großen Anzeigen; vornehmlich für den Bereich Multimedia, Informationssysteme oder in TV- und Sendeeinrichtungen.

Die DIS-285P-Interefacekarte unterstützt Displays mit einer hohen Auflösung von bis zu 1920 x 1440 Pixel, wobei durch das 3rd Generation Motion Adaptive De-Interlace auch bei HDTV (480i, 576i, 1080i) eine herausragende Bildqualität erreicht wird. Neben den Farbkomponenteneingängen lassen sich über zusätzliche Eingangsmodule auch HD-/SD-SDI-Signale und weitere Signalquellen verarbeiten. Die DIS-285P verfügt zudem über zwei parallele Kanäle zur Bildverarbeitung. Damit ist es möglich, sowohl Picture-in-Picture (PiP) als auch Picture-by-Picture (PbP) darzustellen.

Neben den sechs regulären Signalquellen - je zweimal RGB/YPbPr und FBAS sowie DVI und Y/C - stehen dem Anwender bei Bedarf über einen Steckverbinder weitere sieben Videoeingänge zur Verfügung. Beim DIS-285P handelt es sich um ein Board ohne Jumper, das bedeutet, dass alle Einstellungen über den OnScreenManager (OSM) erfolgen. Als Bedienelement kann sowohl ein optischer oder mechanischer Drehtaster, wie auch eine Tastatur mit dynamischer Wiederholrate verwendet werden. Alternativ lässt sich das Board auch über eine Infrarot-Fernbedienung steuern.

Hilfreich für Entwickler ist auch, dass die Firmware die Timings aller jemals angepassten Displays beinhaltet. Zudem ermöglicht das DIS-285P sowohl horizontal als auch vertikal eine stufenlose, voneinander unabhängige Skalierung. Optional wird darüber hinaus auch noch eine Long Distance DVI-Lösung bis zu einer Entfernung von 50 Meter - abhängig vom verwendeten Kabel - angeboten. Weil der integrierte Spannungsregler die Versorgungsspannungen von 3,3V, 5V und 12V erzeugt, ist nur eine einzige 8 bis 24-VDC-Stromversorgung erforderlich. »Mit der TFT-Interfacekarte DIS-285P sind wir in der Lage, schon heute vergleichsweise kostengünstige High-End-Komplettlösungen bis 57 Zoll HDTV anzubieten«, freut sich Becker.