»e-Paper« für »e-Books« und »e-Signage«

Im Jahr 2015 erreichen die e-Paper-Displays einen Umsatz von 4,8 Milliarden Dollar. So lautet die Prognose der Studie »The Future of E-Paper: A Technology Assessment and Market Forecast« vom Marktforschungsunternehmen Nanomarkets.

Als »e-Paper« (electronic paper) werden reflektive Displays bezeichnet, die bei niedriger Stromaufnahme Text und Grafik hochauflösend darstellen. Sie sind in aller Regel dünn, leicht und können auf flexiblen Substraten aufgebracht werden. e-Paper-Anzeigen sind bistabil, d.h. beim Abschalten der Betriebsspannung bleibt der Bildinhalt erhalten.

Als aussichtsreichste Anwendung nennt Nanomarkets e-Books (elektronische Bücher), am Markt erhältliche Geräte heißen z.B. »Sony Librie«, »iRex Iliad« oder »Amazon Kindle«. Wegen der Bistabilität eignen sich die Displays auch als elektronische Preisschilder an Warenregalen oder als Informationsdisplays in Kaufhäusern (e-Signage). Allein die Anwendungen im Supermarkt und Kaufhaus sollen 2015 einen Umsatz von rund 1 Milliarde Dollar bringen. Wegen der auch bei Sonnenlicht guten Ablesbarkeit der reflexiven Displays und ihrer geringen Stromaufnahme eignen sich e-Paper-Displays für Handys, hier soll der Umsatz im Jahr 2015 bis auf 450 Millionen Dollar anwachsen.

Heutige e-Paper-Displays können Text und Grafik lediglich in Schwarz-Weiß oder in einer Graustufen-Skala darstellen. Die technische Entwicklung wird künftig auch die Wiedergabe von Farben ermöglichen, etwa durch spezielle Farbfilter. Eine andere Möglichkeit besteht darin, mehrere Displays mit unterschiedlichen Farben aufeinander zu stapeln. Bistabile Farbdisplays sind nach Ansicht der Marktforscher der Renner schlechthin, hier seien »enorme Umsätze zu erwarten.«