Optische Nanoantennen Drahtlose Punkt-zu-Punkt-Datenübertragung mit Licht

Forscher der Universität Stuttgart haben ein Konzept entwickelt, das eine schnellere Punkt-zu-Punkt-Übertragung von Daten ermöglichen könnte, die auf optischen Signalen basieren.

Wissenschaftler vom 4. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart haben es in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Festkörperforschung und Carl Zeiss in Oberkochen geschafft, die Übertragung von Daten mit Licht über Entfernungen von einigen 10 Mikrometern zu demonstrieren.

Zwei optische Nanoantennen bilden Anfang und Ende des Übertragungswegs. Sogar die Steuerung des Abstrahlwinkels ist möglich, indem die Phasen eines ganzen Antennenfeldes einjustiert werden – analog zum phasengesteuerten Radar in einer Flugzeugnase.

Für die Lichtübertragung entwickelten die Forscher ein besonderes Abbildungsverfahren. Dieses basiert auf photolumineszierenden Farbstoffen, die die Antennen überdecken. Ein Mikroskop diente zum Abbilden der Anordnung. Zur Richtungssteuerung wurde der Phasenverlauf der Wellenfront unter einem Mikroskopobjektiv ausgenutzt.

Das Konzept könnte dabei helfen, Datenverbindungen, die auf optischen Signalen basieren, schneller von Punkt zu Punkt zu übertragen sowie diese Verbindungen umzuschalten, indem man die Antenne in andere Richtungen abstrahlen lässt. Dadurch könnte es möglich werden, eine einstellbare Chip-zu-Chip-Kommunikation auf Computerplatinen zu realisieren.