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WTS Display-Studie: Enorme Wachstumschancen für OLED-Displays

In einer aktuellen Studie untersucht WTS Consulting Wachstumschancen, Markttreiber und Risiken von OLED-Displays. Angesichts scharfer Kontraste und exzellenter Farbwiedergabe bei niedrigem Stromverbrauch werden diesem Displaytyp enorme Wachstumsraten eingeräumt. Für 2019 prognostiziert etwa Display-Search einen globalen Umsatz in Höhe von 30 Mrd. Euro.

Dem Display-Markt stehen große Veränderungen bevor, denn OLED-Bildschirme (Organic Light Emitting Diode) halten verstärkt Einzug in Endgeräten wie Smartphones, Tablets und neuerdings auch Fernsehern. Dass Display-Search mit seiner Prognose nicht daneben liegen wird, davon sind 68 Prozent der von WTS befragten OLED-Experten überzeugt. 28 Prozent gehen gar davon aus, dass das genannte Marktvolumen übertroffen wird, setzen doch heute schon einige große Hersteller von Smartphones und Digicams in ihren Produkten OLED-Displays standardmäßig ein.

Aber es gibt durchaus auch Risiken: So befürchten 76 Prozent der Teilnehmer der Studie, dass die momentan noch sehr hohen Fertigungskosten für OLED-Display-Produkte möglicherweise nicht wesentlich gesenkt werden können. Dies sei die größte Gefahr für den Markterfolg. Als weiterer kritischer Faktor werden technische Hindernisse bei der Massenproduktion ausgemacht – etwa die Skalierbarkeit der Produktion, das noch nicht ausgereifte drucktechnische Herstellungsverfahren oder eine zu hohe Ausschussquote.

Dabei hängen die Gefährdungsfaktoren stark von der Art der Display-Anwendung ab, »denn die Komplexität und die Kosten der Produktion steigen überproportional mit der Displaygröße«, betont Thomas Krug, geschäftsführender Partner von WTS Consulting. Sollten sich die bestehenden technischen Hindernisse nicht lösen lassen, sei eine kosteneffiziente Massenproduktion nicht realisierbar: »Das gilt insbesondere für großflächige OLED-Display-Anwendungen wie TV-Geräte, die derzeit noch sehr kostspielig sind.« So kosten die OLED-TV-Geräte von Samsung und LG Electronics mit 55-Zoll-Diagonale rund 10.000 Euro.