Displays statt Schilder - LCDs im öffentlichen Raum

Elektronische Displays gewinnen immer stärker an Bedeutung für den Transport visueller Informationen im öffentlichen Raum, z.B. im Verkehrswesen, im Handel und in der Werbung. Im Gegensatz zum klassischen Plakat oder elektromechanischen Anzeigensystemen bieten elektronische Displays den Vorteil, dass der Inhalt vollflächig jederzeit ausgetauscht werden kann. Da keine mechanischen Teile bewegt werden, sind elektronische Displays zudem wartungsärmer als elektromechanische Systeme.

Elektronische Displays gewinnen immer stärker an Bedeutung für den Transport visueller Informationen im öffentlichen Raum, z.B. im Verkehrswesen, im Handel und in der Werbung. Im Gegensatz zum klassischen Plakat oder elektromechanischen Anzeigensystemen bieten elektronische Displays den Vorteil, dass der Inhalt vollflächig jederzeit ausgetauscht werden kann. Da keine mechanischen Teile bewegt werden, sind elektronische Displays zudem wartungsärmer als elektromechanische Systeme.

INHALT:
Was ist e-Signage?
LCD-Architekturen
Bei Wind und Wetter
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Bei den elektronischen Displays zeichnen sich im Bereich der extrem großflächigen Displays kaum Alternativen zu Projektionssystemen ab. Stark in Bewegung ist jedoch das Segment der Bildschirmdiagonalen unter 150 cm, wo Plasmadisplay- und Projektionssysteme inzwischen auch mit LCDs konkurrieren. Letztere bieten aufgrund ihrer Flexibilität hinsichtlich der Größen und Anzeigeverfahren nicht nur bei großen Bildschirmdiagonalen sondern ebenso im kleinformatigen Bereich Vorteile und drängen somit auch in Applikationen wie Auspreisungen und Türschilder, für die es bislang kaum elektronische Displaysysteme gab.

Was ist e-Signage?

Der Markt für e-Signage-Displays (elektronische Beschilderung) setzt sich im Wesentlichen aus Konferenzsystemen, Beschilderungen in öffentlichen Gebäuden, elektronischen Tafeln im Schul- und Ausbildungsbereich sowie Werbe- und Informationsdisplays im Einzelhandel (Bild 1) zusammen. Diese Anwendungsbereiche umfassen bereits mehr als 80% des weltweiten Marktvolumens. Wachstumschancen bieten dabei insbesondere Besucherinformationssysteme in Gebäuden sowie Anwendungen für das Ausbildungs- und Schulwesen (Bild 2). e-Signage- Systeme basieren in der Regel auf Standarddisplaygrößen. Am stärksten nachgefragt sind Displays mit über 60 Zoll und Panels der 40-Zoll-Klasse. Mit mehr als der Hälfte am weltweiten Gesamtumsatz dominieren derzeit Projektionssysteme den Markt für Public-Displays, gefolgt von Plasmabildschirmen, die rund 28% des Markts ausmachen. Doch die LCD-Technik holt auf. Treibende Kraft dieser Entwicklung ist die zunehmende Effizienz bei der Herstellung der so genannten »LCD-Muttergläser«.

Mit der Parallaxenbarriere bietet Sharp eine Methode, um auf einem Bildschirm abhängig vom Betrachtungswinkel zwei (»Dual Directional Viewing«) oder drei (»Triple Directional Viewing«) unterschiedliche Bilder darzustellen. Letztendlich ist die Parallaxenbarriere eine für das menschliche Auge kaum wahrnehmbare Streifenmaske, die das Licht des Backlights nach links, rechts und beim Dreirichtungs-LCD in die Mitte steuert. Auf dem Display selbst erscheinen die Bilder in jeweils unterschiedlichen, dünnen Streifen, abwechselnd für das linke, rechte und gegebenenfalls mittlere Bild. Dank der Streifenmaske sind die Pixel für das linke Bild nur von links zu sehen, während die Maske nach rechts nur den Blick auf die Bildanteile des rechten Bilds freigibt. Beim Triple-Directional-Viewing- LCD ist die Geometrie so angeordnet, dass von vorne nur das mittlere Bild zu sehen ist. So lassen sich richtungsabhängig völlig verschiedene Inhalte auf demselben Bildschirm darstellen – ein Ansatz, der besonders für Besucherleitsysteme und Werbedisplays im Retailbereich interessant ist. Abhängig von der Bewegungsrichtung können Besucher und Kunden gezielt über Produkte und Services informiert werden. Beispielsweise können solche Displays im Eingangsbereich von Geschäften beim Eintreten über Angebote informieren, während Menschen, die das Geschäft verlassen Abfahrtszeiten der nächsten Busse sehen (Bild 6).

Trotz der statischen Streifenmaske lassen sich aber auch die Zwei- und Dreirichtungs-LCDs als ganz normale Displays mit weitem Betrachtungswinkel nutzen. Der Trick ist, für alle Blickwinkel denselben visuellen Inhalt einzuspeisen.