Smartphone-Prototyp Die Zukunft des Displays ist biegsam

MorePhone des Human Media Labs der Queen's University
MorePhone des Human Media Labs der Queen's University

Es ist flexibel und macht bei eingehenden Anrufen mit Bewegungen auf sich aufmerksam. So könnte das Handy von morgen aussehen. Die Forscher des Human Media Labs der Queen‘s University entwickelten ein biegsames Display für ihr »MorePhone«.

Geschäftsmeeting. Ein Handy liegt unbeachtet auf dem Tisch. Plötzlich biegt sich eine Ecke des Geräts wie von Geisterhand nach oben. Es ertönt kein Klingelton, man hört kein Vibrations-Brummen. Und doch weiß der Besitzer: Soeben ist eine SMS eingegangen. Er drückt die hochstehende Ecke zurück nach unten und schließt damit die Nachricht, weil es im Moment gerade unpassend ist.

So oder so ähnlich könnte die Zukunft der Smartphones aussehen, geht es nach den Entwicklern des Human Media Labs (hml) der Queen‘s University in Amerika. Sie haben einen Prototypen vorgestellt, bei dem sich verschieden viele Ecken des Displays verbiegen können – je nachdem, ob man einen Anruf, eine SMS oder andere Benachrichtigungen erhält. Der Benutzer soll ein zusätzliches visuelles und haptisches Signal bekommen, damit wichtige Nachrichten nicht übersehen werden. Besonders hilfreich wäre das in Situationen, in denen Klingeltöne unangebracht sind und man das Vibrieren verpassen könnte.

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Geräte mit biegsamen Displays

Geräte mit biegsamen Displays

»Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung radikal neuer Interaktionsmöglichkeiten, die durch Smartphones mit dünnen, folienartigen, flexiblen Displaytechnologien realisiert werden können«, schwärmt Prof. Roel Vertegaal, Leiter des hml an der Queen’s University. Innovative Bildschirmtechnologien haben an seinem Institut Tradition: An der Universität wurden schon ähnliche Projekte wie »PaperPhone« oder »PaperTab« ins Leben gerufen (mehr dazu auf Seite 2). Die jüngste Erfindung »MorePhone« ist mit einem hachdünnen E-Ink-Display ausgestattet, das sich durch die Aktivierung winziger Kabel verbiegen kann. Wie das in der Praxis aussieht, erleben Sie in unserer Bilderstrecke.