Die nächste Welle: »grüne« Displays

Schneller als erwartet werden die Display-Hersteller umweltfreundliche, energiesparende Flachdisplays auf den Markt bringen, die zudem mit einem minimalen Aufwand an Energie und Ressourcen gefertigt werden.

Die Marktforscher von DisplaySearch haben einen neuen Trend ausgemacht: Die Displays der nächsten Jahre werden »grün«.

In ihrem neusten Marktbericht »Green Technology in Flat Panel Displays: Market, Technology and Trends« werden die verschiedenen Einflussfaktoren auf die künftige Display-Entwicklung untersucht und ihr Einfluss auf die drei Flachbildschirm-Technologien TFT-LCD, OLED und Plasma abgeschätzt. Wesentliche Einflussfaktoren sind danach:

• Regulative Maßnahmen wie das Verbot gefährlicher Substanzen (RoHS) sowie die Vorschriften zur Behandlung von Altgeräten (WEEE) und zur Reduzierung der Energieaufnahme, die Auszeichnung von Geräten mit niedriger Stromaufnahme etc.

• Kostensenkung durch die Umsetzung neuer Verfahren in der Fertigung. Hier werden sich nach Meinung der Markforscher auch mit »grünen« Technologien über kurz oder lang Kostenvorteile realisieren lassen.

• Die Veränderung der Einstellung zur Umwelt, etwa auch die von regionalen Bürgervereinigungen getragenen Vorstellungen, dass im globalen Maßstab Energie eingespart werden müsse.

• Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden und Klagen durch eventuell geschädigte Kunden.

Vier Herstellmethoden von »grünen« Displays

Im Wesentlichen werden heute vier Methoden zur Herstellung von »grünen« Displays genutzt:

• Neue Zellstrukturen mit einem höheren Durchlasskoeffizienten erhöhen den Wirkungsgrad. Hinzu kommt die Nutzung neuer Technologien wie PSA (Polymer Sustained Alignment), COA (Color Filter on Array), AMVA (Advanced Multi-domain Vertical Alignment) und SHA (Super High Aperture).

• Energiesparende Produktionsprozesse wie die Reduzierung der Anzahl der Fotomasken, Tintenstrahldruck von Farbfiltern, Rolle-zu-Rolle-Produktion und der Verzicht auf die Verwendung giftiger Gase in der Produktion.