». . . der Anwender hat wesentlichen Einfluss auf die Lebensdauer der OLED-Displays«

Inzwischen sind OLED-Displays verfügbar, die mit einer für viele Anwendungen ausreichend langen Lebensdauer aufwarten. Laut Hartmut Helbig von Beck Elektronik Bauelemente kann auch der Anwender – durch den korrekten Betrieb der OLED-Displays – dazu betragen, dass die Displays lange leuchten.

Inzwischen sind OLED-Displays verfügbar, die mit einer für viele Anwendungen ausreichend langen Lebensdauer aufwarten. Laut Hartmut Helbig von Beck Elektronik Bauelemente kann auch der Anwender – durch den korrekten Betrieb der OLED-Displays – dazu betragen, dass die Displays lange leuchten.

Grundsätzlich gibt es zwei »Mechanismen «, die OLED-Strukturen zerstören und damit die Lebensdauer begrenzen: Zum einen sind das Umwelteinflüsse, insbesondere Feuchtigkeit und Sauerstoff, zum anderen Stromfluss durch die organischen Strukturen. Helbig: »Die zerstörende Wirkung der Umwelteinflüsse ist mittlerweile soweit eingeschränkt, dass sie vernachlässigbar ist.« Das liegt zum Beispiel an der wesentlich verbesserten Abdichtung des Aufbaus und auch an deutlich effektiveren Dehydratisierungsmitteln, die in das System eingebaut werden: Damit wird das Vordringen von Wasser- und Sauerstoffmolekülen bis zu den empfindlichen organischen Substanzen praktisch völlig verhindert. »Die so genannte Lagerlebensdauer ist also kein Thema mehr«, fügt Helbig hinzu.

Wie sieht es mit dem Stromfluss durch die organischen Substanzen aus? »Im Gegensatz zu herkömmlichen LEDs – sie bestehen z.B. aus monokristallinem In-GaAlP oder InGaN – haben wir es bei organischen LEDs nicht mit Einkristallen zu tun, sondern mit vergleichsweise unregelmäßigen Anhäufungen von ungesättigten Kohlenwasserstoff-Molekülen«, erklärt Helbig, »an deren Doppelbindungen hangeln sich die Ladungsträger bei Stromfluss entlang. « Weil die Strukturen unregelmäßig sind, ist die Stromdichte und somit auch die thermische Belastung an verschiedenen Stellen unterschiedlich. Die Folge ist thermischer Stress, der einzelne Doppelbindungen zerstören kann. An den betroffenen Stellen in den Molekülen fließt dann kein Strom mehr und es werden weniger Photonen generiert. »Die Helligkeit nimmt ab«, erklärt Helbig. Sinkt die Leuchtkraft des OLED-Displays auf 50 Prozent des Ausgangswerts, dann ist das Ende der Lebensdauer erreicht. In der Vergangenheit waren organische LED-Displays für eine recht eingeschränkte Betriebslebensdauer bekannt. Sie können jedoch heute bereits über 65.000 Betriebsstunden aufweisen, das sind etwa 7,5 Jahre im Dauerbetrieb.