Das dunkle Geheimnis der hellen Leuchtdioden

Das politisch gewollte Ende der Glühlampen lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Frage, die öffentlich nicht diskutiert wird: Warum macht man eigentlich einen Zwischenschritt auf die neuen Energiesparlampen, statt gleich auf LED-Leuchten zu gehen?

LEDs haben ja einen noch höheren Wirkungsgrad und für viele Anwendungen werden sie auch schon in Massenproduktion hergestellt – vom Fotoblitz bis zum Frontscheinwerfer im Auto. Die alte Glühlampe liefert etwa 16 Lumen pro Watt eingesetzter Energie, die Energiesparlampen schaffen mehr als 100 lm/W. Die weißen LEDs aber kommen auf 250 lm/W und man ist sich sicher, das noch steigern zu können.

Das Problem liegt in einer intrinsischen Eigenschaft der Leuchtdioden: Der Wirkungsgrad ist abhängig von der Stromaufnahme. Solange man mit geringen Werten im Milliampere-Bereich arbeitet, sind die 250 lm/W durchaus machbar. Will man aber größere Helligkeiten, dann sinkt der Wirkungsgrad und kommt kaum über die 100 lm/W der Energiesparlampe hinaus.

Hinzu kommt, dass die Produktionskosten für die Energiesparlampen bei unter 0,1 Cent/Lumen liegen, für LED-Lampen gleicher Helligkeit bei rund 10 Cent/Lumen. Die Monatszeitschrift des IEEE »Spectrum« brachte dazu eine Titelgeschichte unter der Überschrift »The LEDs Dark Side«, nachzulesen unter http://spectrum.ieee.org/semiconductors/optoelectronics/the-leds-dark-secret/ (EF)