Plastic Logic Das Aus für das QUE

Den e-Raeder QUE wird es nicht geben. Stattdessen soll ein Nachfolger entwickelt werden. Die Frage ist, ob das Unternehmen genügend finanzielle Mittel dafür hat.

Das elektronische Lesegerät »QUE« ist für Plastic Logic zu einem Reinfall geworden. Nachdem es in diesem Jahr auf den Markt kommen sollte, stampft das Unternehmen das Produkt wieder ein. Die Serienproduktion in Dresden war bereits angelaufen.

Offiziell teilte Plastic Logic mit, dass sich der Markt für elektronische Lesegeräte in kurzer Zeit drastisch geändert habe und man deshalb die Produktion des QUE einstelle. Das Unternehmen hatte das Gerät bereits auf der CES in Las Vegas im Januar vorgestellt und wollte es in diesem Jahr auf den Markt bringen. Ursprünglich sollte es sogar schon 2009 fertig sein. Informationen der Sächsischen Zeitung zufolge, lief die Serienproduktion in der Dresdner Fertigungsstätte bereits seit März dieses Jahres. Was aus den 200 Arbeitsplätze vor Ort wird, sei ungewiss.

CEO Richard Archuleta sprach von einer harten Entscheidung, die aber die beste Lösung für das Unternehmen sei. Man wolle jetzt an der Nachfolge-Generation des »QUE« arbeiten und damit wieder an den Markt gehen. Einen Zeitplan gab er nicht bekannt.

Das »QUE« ist ein elektronisches Lesegerät mit Touchscreen. Im Gegensatz zum iPad basiert das Display auf einer Kunststoff-Folie. Es ist rund 21,5 cm x 28 cm groß, 0,75 cm dick und wiegt etwa 500 g. Mit einem Mindestpreis von 650 Dollar war es hingegen teurer als etwa das iPad.

Plastic Logic wurde im Jahr 2000 im englischen Cambridge gegründet. 2008 war dann das Gebäude für die Fertigung in Dresden fertiggestellt worden. Vor kurzem gab es Gerüchte, dass das russische Unternehmen Rusnano Plastic Logic übernehmen will.