Consumer-OLEDs: Raus aus den Kinderschuhen?

Laut Angaben von DisplaySearch werden in den nächsten drei Jahren weltweit 20 neue oder aufbereitete Aktiv-Matrix-OLED-Produktionslinien in Betrieb gehen.

Inzwischen sind AMOLED-Displays zu einem wichtigen Differenzierungsmerkmal für hochwertige Klein-Elektronik geworden. Im ersten Quartal haben sie daher die Passiv-Matrix-OLEDs erstmals überholt und sind auch weiterhin auf Wachstumskurs.

Nokia, Samsung und Sony Ericsson puschen ihre Handys mit AMOLED-Displays massiv und haben in diesem Jahr mehr als zehn neue Mobiltelefone dieser Art auf den Markt gebracht. PMOLEDs, bislang gerne in MP3-Playern eingesetzt, haben dagegen verloren.

Ein Blick auf den Einsatz von OLEDs im TV-Bereich zeigt allerdings, dass hier Anspruch und Wirklichkeit noch weit auseinanderklaffen. DisplaySearch zufolge hat Sony bislang als einziger Hersteller einen OLED-Fernseher zur Serienreife gebracht. Das Manko: Das Gerät hat nur ein 11 Zoll großes Panel und kostet über 3000 Euro.

Zwar folgte die Ankündigung einer 21- und 27-Zoll-Version, die Serienproduktion ist aber derzeit aufgrund der prekären finanziellen Lage von Sony noch fraglich. LG Display hat für Ende 2009 einen 15-Zoll-AMOLED-TV angekündigt. Der Serienstart von Samsungs 14,1-Zöller lässt dagegen noch auf sich warten.